Spen­den dank Hass­pos­tings

Michael Nia­va­ra­nis Spen­den­ak­ti­on brach­te bin­nen St­un­den 11.270 Eu­ro.

Kleine Zeitung Steiermark - - | ÖSTERREICH - CHRIS­TOPH ST­EI­NER

Der raf­fi­nier­te Schritt von Michael Nia­va­ra­ni ge­gen ne­ga­ti­ve Kom­men­ta­re über Flücht­lin­ge ist ein fi­nan­zi­el­ler Se­gen für Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen. Sams­tag­abend ent­schied sich der Ka­ba­ret­tist, für je­des die­ser Hass­pos­tings auf sei­ner Face­book-Sei­te fünf Eu­ro zu spen­den. Am Mon­tag mach­te Nia­va­ra­ni ge­mein­sam mit Agen­tur­grün­der Ge­org Ho­anzl 11.270 Eu­ro lo­cker und ver­teil­te je­weils 2817 Eu­ro auf Dia­ko­nie, Ca­ri­tas, UNHCR und Vin­zi Rast.

Zu­sam­men­ge­kom­men ist der Be­trag aber nicht auf­grund 2254 ne­ga­ti­ver Mei­nun­gen über Flücht­lin­ge: Nach dem Auf­ruf am Sams­tag gab es auf sei­ner Sei­te näm­lich 1799 po­si­ti­ve Kom­men­ta­re, 211 sa­ti­risch ne­ga­ti­ve und „nur“244 Mal ka­te­go­ri­sche Ab­leh­nung. Kur­zer­hand ent­schlos­sen sich Nia­va­ra­ni und Ho­anzl, für al­le Pos­tings je­weils fünf Eu­ro zu spen­den. Be­grün­dung: „Da­mit das Po­si­ti­ve das Ne­ga­ti­ve auch hier über­wiegt“, schrieb der 47-Jäh­ri­ge via Face­book. Die Ak­ti­on fand gro­ße An­er­ken­nung, ern­te­te Nia­va­ra­ni doch fast 40.000 „Ge­fällt mir“. Hät­te nur je­der die­ser User auch ein Pos­ting hin­ter­las­sen . . .

Un­klar ist noch, ob bzw. wie lan­ge der Künst­ler und Agen­tur­grün­der Ho­anzl die Ak­ti­on noch fort­set­zen möch­ten. Michael Nia­va­ra­ni ist dank­bar

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