Wird Spiel­feld nun zum Flücht­lings­la­ger?

Ges­tern ka­men wie­der ei­ni­ge Hun­dert Flücht­lin­ge im Sü­den an. Das Ro­te Kreuz hat Be­den­ken.

Kleine Zeitung Steiermark - - FLÜCHTLINGSKRISE - THO­MAS WIE­SER

SPIEL­FELD, BAD RAD­KERS­BURG. Der Flücht­lings­strom durch die Süd­stei­er­mark riss auch ges­tern nicht ab. Rund 400 Per­so­nen hat­ten, von Gorn­ja Rad­go­na kom­mend, am frü­hen Nach­mit­tag die Grenz­brü­cke nach Bad Rad­kers­burg über­schrit­ten. Sie wur­den dann mit Bus­sen wei­ter in die Not­un­ter­künf­te nach Graz ge­bracht. Auch in Spiel­feld wa­ren bis zum Abend um die 200 Män­ner, Frau­en und ei­ni­ge Kin­der ein­ge­tru­delt. Die Po­li­zei ließ die Per­so­nen die Gren­ze pas­sie­ren. Ei­ni­ge Hun­dert wei­te­re Per­so­nen sol­len sich in Ma­ri­bor, Cel­je, Ptuj oder Len­art be­fin­den. Das Bun­des­heer ist an der Gren­ze mit 330 Sol­da­ten und zwei Hub­schrau­bern ver­tre­ten, pa­trouil­liert wird auch ab­seits der gro­ßen Grenz­über­gän­ge Bad Rad­kers­burg und Spiel­feld.

Dort gibt es in­des beim Ro­ten Kreuz die Be­fürch­tung, dass das Ver­sor­gungs­zen­trum un­weit der Gren­ze zu ei­nem mehr oder we­ni­gen fi­xen Flücht­lings­la­ger wer­den könn­te. Der Grund: In der Nacht auf Mon­tag über­nach­te­ten knapp 200 Flücht­lin­ge, dar­un­ter et­li­che klei­ne Kin­der, not­dürf­tig in den Rot­kreuz-Zel­ten auf dem Park­platz. Bus­se für ei­nen Wei­ter­trans­port nach Graz konn­ten erst ges­tern Vor­mit­tag auf­ge­trie­ben wer­den. Et­wa 60 Feld­bet­ten stan­den zur Ver­fü­gung, es gab De­cken, man­che der An­kom­men­den hat­ten Iso­mat­ten da­bei. „Wir sind zur Not­un­ter­kunft ge­wor­den“, heißt es in der Ein­satz­lei­tung des Ro­ten Kreu­zes. Die In­fra­struk­tur sei da­für aber nur be­dingt ge­eig­net. So ge­be es kei­ne fi­xe Ver­sor­gung mit Strom oder Was­ser.

Am Grenz­über­gang Spiel­feld ka­men ges­tern wie­der Flüch­ten­de an

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