Ers­ter Stel­le

Die Ka­der­zu­sam­men­stel­lung wird von Fans und Funk­tio­nä­ren die Sai­son über dis­ku­tiert. Die klinkt sich mit ein. Heu­te letz­ter Teil: die Ober­li­ga Süd/Ost.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIRER- SPORT - AL­BIN TILLI

In den ver­gan­ge­nen Wo­chen ha­ben wir be­reits die Ka­der der Lan­des­li­ga, Ober­li­ga Nord so­wie Mit­te/West auf „Ei­ge­ne“durch­leuch­tet. Nach Ge­sprä­chen mit Funk­tio­nä­ren und Trai­nern hat sich fol­gen­der An­satz er­ge­ben: „Ein ,Ei­ge­ner‘ ist Spie­ler je­nes Ver­eins, bei dem er in sei­nen ers­ten zehn Jah­ren über­wie­gend aus­ge­bil­det wur­de.“

Nicht je­der Klub kann auf „ei­ge­ne“Spie­ler set­zen. „Un­se­re Ge­mein­de hat 1300 Ein­woh­ner und viel­leicht fünf Ge­bur­ten im Jahr“, er­klärt Hel­mut Raggam, Prä­si­dent von Süd/Ost-Spit­zen­rei­ter Met­ters­dorf. „Für länd­li­che Ver­ei­ne wird es im­mer schwie­ri­ger, es müs­sen sich fünf Klubs für ei­ne ein­zi­ge U17 zu­sam­men­schlie­ßen. Um in ei­ner Li­ga mit­hal­ten zu kön­nen, braucht es ei­ne ge­wis­se Qua­li­tät“, weiß Raggam. „Wir wer­den oft kri­ti­siert: ,Ihr habts ja nur Söld­ner.‘ Das fin­de ich sehr trau­rig.“Ei­gent­lich soll­te man doch froh sein, dass es Leu­te gibt, die länd­li­che Ver­ei­ne be­le­ben. „Es ist doch nichts Schlech­tes dar­an, den Fuß­ball, den wir so lie­ben, in ei­ne po­si­ti­ve Rich­tung zu brin­gen.“Und da­mit auch noch er­folg­reich zu sein. „Ich schät­ze je­den, egal, wo­her er kommt. Ak­tu­el­les Bei­spiel: un­se­re Na­tio­nal­mann­schaft“, meint Raggam: „Die Men­schen freu­en sich über die Er­fol­ge, die wir oh­ne ei­nen Ala­ba oder Ju­nu­zo­vic so wohl nicht ge­habt hät­ten.“

Läuft es sport­lich gut, kom­men auch die Zu­se­her. Das er­lebt der­zeit Bad Wal­ters­dorf, der Ver­ein mit ei­nem der höchs­ten Ei­gen­spie­ler-An­tei­le der Ober­li­ga Süd/ Ost. „In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ha­ben wir pro­biert, vie­le Spie­ler zu­rück­zu­ho­len“, er­zählt Ob­mann Tho­mas Sam­mer. „Die Kom­bi­na­ti­on , ei­ge­ne Spie­ler‘ und ,sport­li­cher Er­folg‘ wird von den Fans ho­no­riert.“

Was auch Sonn­ho­fens Sek­ti­ons­lei­ter Man­fred Reit­ho­fer be­stä­tigt: „Es ist ei­ne Grat­wan­de­rung. Wir ha­ben sehr vie­le Spie­ler aus dem ei­ge­nen Nach­wuchs und der um­lie­gen­den Re­gi­on.“Nur mit Ei­ge­nen spielt es sich ehr­li­cher­wei­se aber auch nicht. „Es ist nicht ein­fach, sich in der Li­ga zu hal­ten. Da greift man eben auch auf Aus­wär­ti­ge oder Le­gio­nä­re zu­rück.“

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