Em­my­gra­ti­on

Kleine Zeitung Steiermark - - | TV & MEDIEN - UTE BAUMHACKL

Die Em­mys gel­ten als wich­tigs­te Fern­seh­prei­se der Welt. Wer sich bis­her noch nicht zum Abo ei­nes Strea­m­ing­diens­tes durch­ge­run­gen hat, wird sich aber even­tu­ell schwer­tun, die­se Be­haup­tung glaub­haft zu fin­den. Denn im klas­si­schen Free TV spie­len die meist­prä­mier­ten Se­ri­en der US-Fern­seh­in­dus­trie seit Län­ge­rem über­haupt kei­ne Rol­le mehr: Das Fan­ta­sy­e­pos „Ga­me of Thro­nes“et­wa, in der Nacht zum Mon­tag mit ins­ge­samt 12 Em­mys aus­ge­zeich­net (u. a. als bes­te Dra­ma­se­rie), schafft es in RTL II gera­de noch auf ei­nen Ni­schen­sen­de­platz, und mit em­my­prä­mier­ten Se­ri­en wie „How to Get Away with Mur­der“„Trans­pa­rent“, „Veep“, „Oli­ve Kit­te­ridge“ist im klas­si­schen deutsch­spra­chi­gen TV auch nicht so bald zu rech­nen. Die Ar­gu­men­te sind die im­mer­glei­chen: Die In­hal­te sei­en zu ame­ri­ka­nisch fürs hie­si­ge Pu­bli­kum. Er­go zu we­nig mas­sen­träch­tig. ch ja, die Quo­te. Selt­sam nur, dass die hie­si­gen Strea­m­ing­diens­te genau sol­chen kom­ple­xen Se­ri­en ih­ren be­trächt­li­chen Pu­bli­kums­zu­lauf zu ver­dan­ken schei­nen. Da keimt der Ver­dacht: Es sind gar nicht die Se­her, son­dern die Sen­der, de­nen die ver­zweig­ten Hand­lungs­strän­ge und zwie­späl­ti­gen Cha­rak­te­re der US-Se­ri­en zu kom­pli­ziert sind. Und die, auch nicht sehr klug, hin­neh­men, dass un­ter­schätz­tes Pu­bli­kum zu an­de­ren Platt­for­men emi­griert.

ASie er­rei­chen die Au­to­rin un­ter

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