He­ta be­las­tet Staats­bud­get mas­siv

Hy­po-Son­der­ef­fekt: Statt 1,0 Pro­zent be­trägt Bud­get­de­fi­zit 2,7 Pro­zent.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

FI­NAN­ZEN WI­EN. Wie mas­siv das Hy­po-De­sas­ter das Staats­bud­get be­las­tet, ist jetzt amt­lich: Es ist, wie er­war­tet, schlim­mer als er­war­tet. Die er­nüch­tern­den Zah­len für das Jahr 2014 gab die Sta­tis­tik Aus­tria am Di­ens­tag be­kannt.

Dem­nach lag das Bud­get­de­fi­zit 2014 bei 2,7 Pro­zent, noch im März war man von 2,4 Pro­zent aus­ge­gan­gen. Der An­teil der Hy­po-Ab­bau­bank He­ta mach­te da­von den Lö­wen­an­teil aus, näm­lich 1,7 Pro­zent­punk­te – um 0,3 mehr als er­war­tet. Oh­ne den „Son­der­ef­fekt“He­ta wä­re das De­fi­zit bei nur 1,0 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes (BIP)

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08 ge­le­gen. Das wä­re ein ab­so­lu­ter Spit­zen­wert ge­we­sen. Aber statt 4,5 Mil­li­ar­den Eu­ro pump­te der Staat noch ein­mal 5,6 Mil­li­ar­den Eu­ro in die He­ta.

In ab­so­lu­ten Zah­len be­trug das ge­samt­staat­li­che De­fi­zit im Vor­jahr 8,9 Mil­li­ar­den Eu­ro. Im März hat­ten die Sta­tis­ti­ker das zu er­war­ten­de De­fi­zit noch mit 7,9 Mil­li­ar­den Eu­ro be­zif­fert. 2013 lag das De­fi­zit bei 1,3 Pro­zent oder 4,1 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Im März hat­te man sich bei den Ein­schät­zun­gen zur He­taBi­lanz auf Gut­ach­ter ge­stützt. Dann über­nahm der auf Ab­wick­lun­gen spe­zia­li­sier­te neue

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2014 He­ta-Chef Se­bas­ti­an Scho­en­aich-Ca­rol­ath das Ru­der der Ab­bau­bank und putz­te sie bi­lanz­tech­nisch be­kannt­lich kräf­tig aus. Ver­meint­li­che Wer­te wur­den deut­lich nach un­ten kor­ri­giert. 1,1 Mil­li­ar­den Eu­ro mach­te der Un­ter­schied aus.

Ins­ge­samt lag Ös­ter­reichs Schul­den­stand bei 277,4 Mil­li­ar­den Eu­ro oder 84,2 Pro­zent des BIP. 2013 be­trug er knapp 271 Mil­li­ar­den oder 80,8 Pro­zent.

Fi­nanz­mi­nis­ter Hans Jörg Schel­ling sprach von ei­ner „Punkt­lan­dung“, weil das De­fi­zit von 2,7 Pro­zent ex­akt den Re­gie­rungs­vor­an­schlag traf.

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