„Von der Er­schüt­te­rung ist nichts üb­rig“

Ma­rio Zwet­ti be­kam von sei­ner Fir­ma Su­per­vi­si­ons­stun­den be­zahlt.

Kleine Zeitung Steiermark - - | STEIERMARK - BAR­BA­RA KLU­GER

„In den Ta­gen nach der Amok­fahrt ha­ben uns im­mer wie­der Kun­den und Tou­ris­ten auf die Er­eig­nis­se an­ge­spro­chen. In­zwi­schen kommt das aber nur noch sel­ten vor“, sagt Ma­rio Zwet­ti von Op­tik Lam­mer in der Her­ren­gas­se. „Ich den­ke, es ist wich­tig für die Men­schen, dar­über zu spre­chen.“Fast ei­ne hal­be St­un­de lang hat er da­mals ge­mein­sam mit an­de­ren um das Le­ben ei­ner 53-Jäh­ri­gen – ei­nes der drei To­des­op­fer – ge­kämpft. „Ich ha­be als ehe­ma­li­ger Ret­tungs­fah­rer ein­fach nur funk­tio­niert. Das al­les war aber völ­lig un­wirk­lich, wie er da die Men­ge rauf­ge­pflügt ist. Die Kör­per, die wie Mehl­sä- cke durch die Luft flie­gen, die Ge­räusch­ku­lis­se. Ich dach­te zu­erst, es sei ein Un­fall.“Von sei­ner Fir­ma be­kam Zwet­ti Su­per­vi­si­ons­stun­den be­zahlt. „Ich per­sön­lich dach­te, dass das gar nicht so not­wen­dig war. Dann ha­be ich aber doch fest­ge­stellt, dass es su­per ist, dar­über zu re­den. Ein Freund hat zu mir ge­sagt: ,Du bist gar nicht er­schüt­tert!‘ Aber ei­ne Er­schüt­te­rung hat es doch ge­ge­ben. Doch da­von ist nix über. Was für mich an Er­in­ne­run­gen von dem Tag über­wiegt, sind die vie­len hel­fen­den Men­schen, egal wel­cher Re­li­gi­on sie an­ge­hör­ten. Auch das Mit­ein­an­der war in die­sen Ta­gen stark, ist aber lei­der bald wie­der dem All­tag ge­wi­chen.“Was sich ver­än­dert hat? „Die Pfor­te der Kir­che ge­gen­über steht jetzt of­fen. Das war vor­her nicht so.“

Grit Hu­ber, Mo­da Ita­lia (oben): „Ich hof­fe, was nie mehr pas­siert! Es war furcht­bar.“

dass so et- Ma­rio Zwet­ti , Op­tik Lam­mer: „Für mich die vie­len hel­fen­den Men­schen“

über­wie­gen

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