VW-De­ba­kel wird zur

Mar­tin Win­ter­korn will im Amt blei­ben. Der VW-Kon­zern stellt 6,5 Mil­li­ar­den Eu­ro zur Wie­der­gut­ma­chung be­reit. Und die deut­sche Re­gie­rung soll von den Tricks ge­wusst ha­ben.

Kleine Zeitung Steiermark - - WIRTSCHAFT - ERNST SIT­TIN­GER

MITT­WOCH,

23. SEP­TEM­BER 2015, SEI­TE 30

Es wird wohl die teu­ers­te Au­to­re­pa­ra­tur der Ge­schich­te: 6,5 Mil­li­ar­den Eu­ro stellt der VW-Kon­zern im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr zu­rück, um nach dem Die­selskan­dal „not­wen­di­ge Ser­vice­maß­nah­men“zu be­zah­len und den gi­gan­ti­schen Markt- und Ima­ge­scha­den zu fli­cken.

Doch nie­mand rech­net da­mit, dass die­se Sum­me auch nur an­nä- hernd reicht. Denn Tag für Tag wei­tet sich die Af­fä­re aus, Tag für Tag stürzt die VW-Ak­tie ins Bo­den­lo­se. Dass Kon­zern­chef Mar­tin Win­ter­korn den Hut neh­men muss, galt ges­tern be­reits als aus­ge­mach­te Sa­che – laut ei­ner Zei­tungs­mel­dung ha­be ihm der Auf­sichts­rat das Ver­trau­en ent­zo­gen.

„Es tut mir leid“

Doch um 17 Uhr er­schien auf der VW-Home­page ei­ne Vi­deo­bot­schaft des An­ge­zähl­ten: „Es tut mir un­end­lich leid, dass wir das Ver­trau­en ent­täuscht ha­ben. Ich ent­schul­di­ge mich in al­ler Form für das Fehl­ver­hal­ten.“Die Ma­ni­pu­la­ti­on wi­der­spre­che „al­lem, für was Volks­wa­gen steht“.

Er selbst ha­be „zum jet­zi­gen Zeit­punkt nicht Ant­wor­ten auf al­le Fra­gen“, wol­le aber nicht zu­rück­tre­ten. Es wä­re falsch, wenn we­gen der schlim­men Feh­ler ei­ni­ger we­ni­ger die ehr­li­che Ar­beit

Ist da je­mand? VW-Boss Mar­tin Win­ter­korn will in Sa­chen Ab­gas-Skan­dal vor­erst ein­mal durch­tau­chen

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