Me­tal­ler feil­schen wie­der um Löh­ne

Für die In­dus­trie ist die oh­ne­hin nied­ri­ge In­fla­ti­on kei­ne Richt­schnur.

Kleine Zeitung Steiermark - - | WIRTSCHAFT -

WI­EN. Mor­gen be­ginnt wie­der das Feil­schen um die Löh­ne. Den An­fang in der Herbst­lohn­run­de ma­chen tra­di­tio­nell die 180.000 Me­tal­ler. Im ver­gan­ge­nen Jahr schlos­sen die sechs Me­tal­ler­ver­bän­de mit ei­ner Kol­lek­tiv­ver­trags­er­hö­hung von 2,1 Pro­zent ab – bei ei­ner In­fla­ti­ons­ra­te von 1,7 Pro­zent. Bei der von den Ar­beit­ge­bern ge­for­der­ten Fle­xi­bi­li­sie­rung der Ar­beits­zeit kam man sich nicht nä­her.

Ak­tu­ell liegt die In­fla­ti­ons­ra­te bei 1,0 Pro­zent, in den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten be­trug sie 1,2 Pro­zent. Ein Ab­schluss un­ter der In­fla­ti­ons­ra­te gilt für die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter als aus­ge­schlos­sen. „Stei­gen­de Nach­fra­ge durch or­dent­li­che Lohn- und Ge­halts­er­hö­hun­gen sind gera­de in der jet­zi­gen Si­tua­ti­on wich­tig für die Kon­junk­tur­ent­wick­lung“, sagt Ru­dolf Wa­gner, Chef­ver­hand­ler der Ge­werk­schaft der Pri­vat­an­ge­stell­ten (GPA). Chris­ti­an Knill, Chef­ver­hand­ler der Ar­beit­ge­ber, ver­weist hin­ge­gen

Pauf sin­ken­de Auf­trags­und Be­schäf­tig­ten­zah­len im Jahr 2014, heu­er sta­gnie­re die Bran­che. Die In­fla­ti­on sieht er nicht als ent­schei­den­de Richt­schnur.

Die Ge­werk­schaf­ten er­hof­fen sich au­ßer­dem ei­ne Aus­wei­tung der Frei­zeit­op­ti­on. Sie sieht mehr Frei­zeit bei ei­nem Ver­zicht auf die Kol­lek­tiv­ver­trags­er­hö­hung vor und wird be­reits von zwei Me­tal­ler-Fach­ver­bän­den an­ge­wandt.

Chris­ti­an Knill ver­han­delt für die Ar­beit­ge­ber

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