Im Fi­at vor das Wei­ße Haus

Papst Fran­zis­kus bleibt sich auch in den USA treu und über­rascht bei sei­ner An­kunft mit der Wahl sei­nes Ge­fährts und zwei hoch­po­li­ti­schen Re­den.

Kleine Zeitung Steiermark - - | POLITIK - KOR­RE­SPON­DEN­TEN DA­MIR FRAS

sind, un­ter Be­weis: Von ihm ist mehr zu er­war­ten als die Wie­der­ho­lung ei­nes apos­to­li­schen Grund­satz­re­fe­rats. Er will ein po­li­ti­scher Papst sein.

Kli­ma-Ver­bün­de­te

So hält er es auch im Wei­ßen Haus. Fran­zis­kus hat für sei­ne An­spra­che Englisch ge­übt. Mit deut­li­chem spa­ni­schen Ak­zent, aber für al­le ver­ständ­lich, ruft er zum Kampf ge­gen den Kli­ma­wan­del auf. „An­ge­sichts der Dring­lich­keit bin ich der Über­zeu­gung, dass der Kli­ma­wan­del ein Pro­blem ist, das nicht län­ger ei­ner kom­men­den Ge­ne­ra­ti­on über­las­sen wer­den darf “, sagt er – und Oba­ma, der ne­ben dem Red­ner­pult auf ei­nem Stuhl sitzt, lä­chelt. Der mäch­tigs­te Po­li­ti­ker der Welt, der so ger­ne als Kli­maPrä­si­dent in die Ge­schich­te ein­ge­hen wür­de, hat in Fran­zis­kus, dem Kli­ma-Papst, ei­nen Ver­bün­de­ten ge­fun­den. Nach Oba­mas Wor­ten ist der Schutz des Pla­ne­ten ei­ne „hei­li­ge Pflicht“.

Der Papst, der die Aus­söh­nung der USA mit Ku­ba in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten be­glei­tet und ver­mit­telt hat, wird an die­sem Tag wie ein Star ge­fei­ert. Hun­dert­tau­sen­de von Men­schen säu­men die Stra­ßen, als Fran­zis­kus in ei­nem of­fe­nen Pa­pa­mo­bil (ein wei­ßer Jeep, der sich zwi­schen Der Emp­fang für den Pon­ti­fex könn­te al­ler­dings schon heu­te nicht mehr ganz so herz­lich sein. Dann hat Fran­zis­kus ei­nen Ter­min im US-Kon­gress, wo er als ers­ter Papst vor den Ab­ge­ord­ne­ten des Re­prä­sen­tan­ten­hau­ses und des Se­nats spre­chen soll. Vie­le die­ser Po­li­ti­ker aber sind skep­tisch, weil ih­nen der Mann aus dem Va­ti­kan zu po­li­tisch er­scheint. Ein re­pu­bli­ka­ni­scher Ab­ge­ord­ne­ter aus Ari­zo­na will die Papst-Re­de so­gar boy­kot­tie­ren. Fran­zis­kus wir­ke we­gen sei­ner Kli­ma-Vor­stel­lun­gen wie ein „lin­ker Po­li­ti­ker“, sag­te Paul Go­sar.

Auch die Füh­rung von De­mo­kra­ten und Re­pu­bli­ka­nern im US-Kon­gress scheint sich zu sor­gen. Vor­beu­gend ha­ben sie ih­ren Frak­ti­ons­mit­glie­dern vor ei­ni­gen Ta­gen ei­nen Brief ge­schrie­ben und dar­um ge­be­ten, dem Papst ge­gen­über re­spekt­voll auf­zu­tre­ten. Vor al­lem sol­le nicht ge­plap­pert wer­den, wenn der Hei­li­ge Va­ter spre­che.

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