In der Alt­stadt wach­sen jetzt Ba­na­nen und Pa­pa­yas

Mar­kus Je­schau­nig füllt ei­ne ur­ba­ne Lü­cke: Über dem al­ten Re­form­haus hin­ter dem Ja­ko­mi­ni­platz in­stal­liert der Künst­ler ein Ab­wär­me-Ge­wächs­haus.

Kleine Zeitung Steiermark - - GRAZ - GE­RALD WIN­TER- PÖLSLER, MAR­KUS ZOTTLER

hi­qu hi­qui­ta und Co sind aus den he hei­mi­schen Su­per­märk­ten n nicht mehr weg­zu­den

ke ken. Auf prak­tisch je­der Waa­ge­age be­kommt die be­lieb­te Ba­na­ne die Tas­te mit der Num­mer „1“. „Da­bei ist sie ein Lu­xus­pro­dukt, wenn man denkt, wel­che glo­ba­le Lo­gis­tik da­hin­ter steckt und wie viel Ener­gie da­für nö­tig ist“, sagt Mar­kus Je­schau­nig.

Der Ar­chi­tekt und Künst­ler pflanzt Ba­na­nen di­rekt in der Gra­zer Alt­stadt. So­wie Pa­pa­yas und gar man­che Ana­nas – in ei­nem tro­pi­schen Ge­wächs­haus, das er über dem al­ten Re­form­haus in der Ra­detz­ky­stra­ße 4 in­stal­liert. Und das heu­te, Don­ners­tag, um 18 Uhr er­öff­net wird.

Ein Ge­wächs­haus am Haus­dach al­lein ist schon be­mer­kens­wert, es wird aber noch bes­ser: Denn das tro­pi­sche Kli­ma wird nur durch Ab­wär­me er­zeugt. „Wir ha­ben uns als Pa­ra­sit an­ge­dockt“, lacht Je­schau­nig, „und nut­zen die Ab­wär­me aus dem Kühl­haus der Piz­ze­ria ne­ben­an.“

Re­gen­was­ser nut­zen

Um die „Oa­se No 8“– so heißt das Kunst­pro­jekt – be­wäs­sern zu kön­nen, wird Re­gen­was­ser ge­sam­melt. Da­mit die Pflan­zen auch wirk­lich wach­sen, ko­ope­riert Je­schau­nig mit den Ex­per­ten vom Bo­ta­ni­schen Gar­ten.

In sei­ner Kunst be­schäf­tigt sich der Gra­zer schon lan­ge da­mit, wie wir als Ge­sell­schaft mit na­tür­li­chen Res­sour­cen und der Ener­gie um­ge­hen. Der 32-Jäh­ri­ge hat auch den Wald im Ös­ter­reichPa­vil­lon der Welt­aus­stel­lung in Mai­land mit­ge­stal­tet. Das Pro­jekt „brea­the.aus­tria“hat in­ter­na­tio­nal für Auf­se­hen ge­sorgt.

Seit vier Wo­chen baut und häm­mert Je­schau­nig nun mit ei­nem Team an der Oa­se hin­ter dem Ja­ko­mi­ni­platz. Das Ge- wächs­haus be­steht aus ei­ner spe­zi­el­len Au­ßen­hül­le und wird zwi­schen den Haus­mau­ern der an­gren­zen­den Häu­ser auf­ge­bla­sen.

Ach ja: Im nächs­ten Som­mer soll­te man die Gra­zer Ba­na­nen und Pa­pa­yas es­sen kön­nen. „Im Rah­men ei­nes Ern­te­fes­tes kann dann je­der die Früch­te kos­ten.“

Künst­ler und Ar­chi­tekt Mar­kus Je­schau­nig er­öff­net heu­te die „Oa­se No 8“hin­ter dem Ja­ko­mi­ni­platz

So soll der Lü­cken­schluss aus­se­hen

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