Sze­ni­sche Skiz­zen der Haupt­sün­den

Stip­sits & Ru­bey ge­hen sub­til auf den Kreuz­zug.

Kleine Zeitung Steiermark - - | KULTUR - ELI­SA­BETH WILLGRUBER- SPITZ

GRAZ. Beim Dank, dass sie „jetzt fünf Ta­ge im Thea­ter­ca­fé pro­ben“dür­fen, und der Zu­ga­be, wirk­lich zäh­le es dann in Wi­en, ist Tho­mas Stip­sits wie­der der al­te, der strah­lend lä­chelnd kräf­tig zu­bei­ßen kann. Im nach „Triest“zwei­ten Du­ett mit dem „op­ti­schen Auf­putz“Ma­nu­el Ru­bey kommt er an­sons­ten ge­dämpf­ter – beim The­ma Freund­schaft so­gar be­rüh­rend poe­tisch – über die Ram­pe.

Als Work in Pro­gress an­ge­legt, han­geln sich die bei­den an ei­ner Ge­schich­te vom 2000 Jah­re al­ten, Glück ver­trei­ben­den Fa­mi­li­en­be­trieb „Gott & Söh­ne“ent­lang und la­den beim Kreuz­zug ge­gen die sie­ben Tod­sün­den ih­ren Hu­mor mit bi­zar­rer Opern­sän­ger-The­ra­pie, (mu­si­ka­li­schen) Par­odi­en, je­der Men­ge Lei­chen so­wie Ent­leh­nun­gen von Qu­al­tin­ger und Bron­ner bei groß­ar­ti­gen Tax­ler- und Fia­kerEpi­so­den.

Sub­ti­les Ka­ba­rett, nicht im­mer ganz strin­gent und schlüs­sig, vom an­we­sen­den Re­gis­seur Al­f­red Dor­fer em­sig mit No­ti­zen be­ob­ach­tet und größ­ten­teils schon aus­ver­kauft. Mit Wortfein­hei­ten wird in sze­ni­schen Skiz­zen die von Zorn und Neid zer­fres­se­ne Mensch­heit un­ter die Lu­pe ge­nom­men. Stip­sits & Ru­bey: Gott & Söh­ne. 5. De­zem­ber und 20. April: Or­phe­um Graz, Kar­ten: Tel. ( 0 31 6) 80 08 90 00. 18. No­vem­ber: fo­rumK­los­ter Gleis­dorf. Kar­ten: Tel. 0800 – 31 25 12.

Gelungene Pro­ben: Tho­mas Stip­sits (links), Ma­nu­el Ru­bey (rechts)

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