Auch in Eu­ro­pa wur­de ge­trickst

1,6- und 2,0-Li­ter-Die­sel­mo­to­ren be­trof­fen. Auch bei Sko­da. Der Ak­ti­en­kurs fällt wei­ter.

Kleine Zeitung Steiermark - - ABGAS-AFFÄRE - RO­MAN VILGUT

FRANKFURT/WI­EN. Ver­mu­tet ha­ben es schon vie­le, ges­tern kam die Be­stä­ti­gung: VW hat nicht nur in den USA ge­trickst. Laut Deutsch­lands Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt wur­den in Eu­ro­pa die Ab­gas­wer­te bei Die­sel­mo­to­ren mit 1,6 und 2,0 Li­tern Hu­b­raum ma­ni­pu­liert. Wie vie­le Pkw be­trof­fen sind, lässt sich we­der in Deutsch­land noch in Ös­ter­reich sa­gen. Auch die Fra­ge, ob sie aus dem Ver­kehr ge­zo­gen wer­den müs­sen, lässt Do­brindt of­fen.

Da die Mar­ken des VW VW-Kon­zerns mit den gle glei­chen Mo­to­ren aus­ge ge­rüs­tet wer­den, sind au auch Mo­del­le von Sko­da und Seat von dem Sk Skan­dal be­trof­fen. Sko­da räumt ein, dass die be­trof­fe­ne nen Mo­to­ren in fol­gen­den Rei­he hen ein­ge­baut sind: Fabia, Ro Rooms­ter, Oc­ta­via und Su­perb au aus den Jah­ren 2009 bis 2013. Au Auch bei Seat sol­len seit dem Jah Jahr 2009 rund 500.000 Au­tos mi mit ma­ni­pu­lier­ter Ab­gas-Tech­no no­lo­gie mon­tiert wor­den sein.

Die­seD Nach­richt ließ die VWAk Ak­ti­en ges­tern er­neut fal­len, na nach­dem es am Vor­mit­tag mit de den Kur­sen leicht berg­auf ge- gan­gen war. „Ei­gent­lich sind die Pa­pie­re nur noch et­was für Spe­ku­lan­ten. Lang­fris­tig kann man der­zeit nicht in VW in­ves­tie­ren“, sagt Hans En­gel, Ana­lyst bei der Ers­te Group.

Der Skan­dal hat die La­ge von VW ver­schlech­tert. Der Image­ver­lust ist ge­wal­tig. „Kon­su­men­ten, die kurz da­vor wa­ren, ei­nen VW zu kau­fen, sind jetzt mög­li­cher­wei­se vor­sich­ti­ger.“Hier dro­hen auf meh­re­re Jah­re ge­rin­ge­re Ein­nah­men. Da­zu kom­men dro­hen­de Mil­li­ar­den­stra­fen und Kos­ten aus Rück­ruf­ak­tio­nen. All das spricht nicht da­für, dass sich die Er­trags­si­tua­ti­on des Au­to­bau­ers rasch bes­sern wird. Hin­zu kommt, dass in der Au­to­bran­che ein ho­her Wett­be­werb herrscht. En­gel: „Als Kon­su­ment muss man auch an den Wie­der­ver­kaufs­wert den­ken. Und der könn­te bei VW jetzt ge­rin­ger sein.“An­de­re An­bie­ter wer­den da­mit für Au­to­käu­fer in­ter­es­san­ter. „Die Ak­tie wird lang­fris­tig erst wie­der in­ter­es­sant, wenn VW wie­der das lie­fern kann, was das Un­ter­neh­men ver­spricht.“

Die Wür­fel sol­len ge­fal­len sein: Por­sche-Chef Mat­thi­as Mül­ler (oben links) wird Volks­wa­genKon­zern­chef, Her­bert Diess gilt als star­ker Mann der Zu­kunft, Ru­pert Stad­ler soll heu­te Fi­nanz­chef wer­den VW-Bör­sen­kur­se sind er­neut ge­fal­len. Die Ak­ti­en sind nur für Spe­ku­lan­ten in­ter­es­sant

Hans En­gel, Ana­lyst bei der Ers­te Group

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