Neu­er Land­tag steht oh­ne Bud­get­fach­mann da

Der „Mann für al­le Fra­gen“wech­sel­te zu Lack­ner (SPÖ)./ Schwarzl-Quar­tier wird in Asyl­quo­te nicht be­rück­sich­tigt.

Kleine Zeitung Steiermark - - | STEIERMARK - THO­MAS ROSSACHER

Be­reichs- und Wir­kungs­zie­le, Er­geb­nis­und Glo­bal­bud­gets: Der fünf Mil­li­ar­den schwe­re Lan­des­haus­halt ist nach der Re­form un­ter der da­ma­li­gen Fi­nanz­re­fe­ren­tin Bet­ti­na Voll­ath (SPÖ) ge­wöh­nungs­be­dürf­tig. Selbst für Voll­blut­po­li­ti­ker, wes­halb das Land ei­nen ei­ge­nen Bud­get­dienst ein­ge­rich­tet hat, um „pro­fes­sio­nel­le, un- par­tei­ische In­for­ma­ti­on“si­cher­zu­stel­len. Für ei­ne „op­ti­ma­le Be­treu­ung der Ab­ge­ord­ne­ten in Bud­get­fra­gen“bil­de­te man Pe­ter Har­rer aus.

Bloß kam es nach der Wahl ganz an­ders: Voll­ath ist nicht mehr Fi­nanz­re­fe­ren­tin und Har­rer wech­sel­te ins Bü­ro von SP-Bil­dungs­lan­des­rä­tin Ur­su­la Lack­ner, wo er für Mu­sik­schu­len, Kin­der­gär­ten und Krip­pen zu­stän­dig ist. Er­satz für den „Mann für al­le Fra­gen“gibt es noch kei­nen – Land­tags­di­rek­tor Ma­xi­mi­li­an Weiss muss den Bud­get­dienst mit­be­treu­en. ech­sel an der Spit­ze der Lan­des­im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft (LIG): Die­se Gm­bH ver­wal­tet zahl­rei­che stei­ri­sche Ge­bäu­de, von Äm­tern über Mu­se­en und Schu­len, und „schul­tert“rund 500 Mil­lio­nen Eu­ro. Aber im Zu­ge der Ver­wal­tungs­re­form rückt die Toch­ter­fir­ma wie­der nä­her ans Land, wes­halb nun auch ei­ne Be­am­tin als Ge­schäfts­füh­re­rin ge­kürt wur­de: Bet­ti­na In­feld-Handl, Re­fe­rats­lei­te­rin im Fi­nanz­res­sort.

WIhr Vor­gän­ger Pe­ter Eb­ner wur­de Bü­ro­lei­ter bei SPÖ-Um­welt­lan­des­rat Jörg Leicht­fried. er­so­na­lia sind das ge­rings­te Pro­blem von SPÖ-So­zi­al­lan­des­rä­tin Do­ris Kam­pus, zu­stän­dig für das Flücht­lings­re­fe­rat. Seit der Bund am Mitt­woch aus dem „Tran­sit­quar­tier“am Schwarzl-Are­al kur­zer­hand ei­ne (vor­über­ge­hen­de) Un­ter­kunft für rund 800 Asyl­wer­ber ge­macht hat, ist das Ge­sprächs­kli­ma mit Jo­han­na Mikl-Leitner (ÖVP) und dem In­nen­mi­nis­te­ri­um ab­ge­kühlt. Auch des­halb, weil die in der Schwarzl-Hal­le un­ter­ge­brach­ten Men­schen nicht für die Asyl­quo­te an­ge­rech­net wur­den. Kon­kret: 6954 Per­so­nen hat man in der Stei­er­mark am Don­ners­tag grund­ver­sorgt – um 504 Per­so­nen we­ni­ger, als es die Quo­ten­ver­ein­ba­rung mit dem Bund vor­sah. „Wür­de man uns aber die rund 800 vom Schwarzl an­rech­nen, hät­ten wir die Quo­te über­er­füllt“, ha­dert man im Land­haus. Das Er­fül­len der Asyl­quo­te ist Vor­aus­set­zung da­für, dass der Bund nicht das neue „Durch­griffs­recht“an­wen­det.

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Pe­ter Har­rer geht ins Bü­ro von SPÖLack­ner

Bet­ti­na In­fel­dHandl kommt an die LIG-Spit­ze

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