Zu viel? Zu we­nig?

Kleine Zeitung Steiermark - - GRAZ - GE­RALD WIN­TER- PÖLSLER

Wie vie­le Asyl­wer­ber sind ge­nug? Ab wann wer­den es zu vie­le in ei­nem Ort? Im Som­mer wur­de über die Nagl-Quo­te von 0,5 Pro­zent dis­ku­tiert – das heißt: pro 1000 Ein­woh­ner fünf Asyl­wer­ber. Jetzt spricht man über die 1,5-Pro­zent-Quo­te, die der Bund als Druck­mit­tel ge­gen­über je­nen Län­dern und Ge­mein­den ver­wen­det, die zu we­ni­ge Asyl­wer­ber un­ter­ge­bracht ha­ben; Stich­wort: Durch­griffs­recht.

Das rich­ti­ge Maß bei ei­nem der­art emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen The­ma zu fin­den, ist nicht ein­fach. Graz liegt ak­tu­ell bei ei­ner Quo­te von 0,57 Pro­zent. Bei ei­nem durch­schnitt­li­chen Stur­mHeim­spiel mit 8000 Zu­schau­ern sind dann knapp 42 Asyl­wer­ber mit da­bei. st das zu viel? Wird Graz da­durch is­la­mi­siert, wie so man­cher grölt? Die Ant­wort, die die star­ke Gra­zer Zi­vil­ge­sell­schaft gibt, ist ein­deu­tig: Nein.

Das hält ei­ne Stadt wie Graz lo­cker aus. Und die Hilfs­be­reit­schaft der ver­gan­ge­nen Ta­ge zeigt: Da ist auch noch viel mehr mög­lich, wenn es not­wen­dig wird.

ISie er­rei­chen den Au­tor un­ter

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.