Ge­set­ze müs­sen für al­le gel­ten

Un­ser Le­ser fragt sich, ob an­ge­sichts des Flücht­lings­stroms Re­geln au­ßer Kraft tre­ten.

Kleine Zeitung Steiermark - - | LESERFORUM - Dr. An­ton S c hlögl, St . Mar­ein

Sehr ge­ehr­ter Herr Bun­des­prä­si­dent, als ös­ter­rei­chi­schem Staats­bür­ger, EUBür­ger und Steu­er­zah­ler ist es mir völ­lig un­ver­ständ­lich, wie Sie als höchs­te In­stanz des Staa­tes de­fi­ni­tiv il­le­gal nach Ös­ter­reich und in den Schen­gen­raum ein­ge­drun­ge­ne Mi­gran­ten me­di­en­wirk­sam am West­bahn­hof emp­fan­gen kön­nen und sich auch noch für „Sel­fies“her­ge­ben. Je­der Bür­ger Ös­ter­reichs so­wie der EU hat sich an Ge­set­ze zu hal­ten. Hält sich der Bür­ger nicht dar­an, wird dies ent­spre­chend ge­ahn­det.

Für die der­zei­ti­ge Mi­gra­ti­ons­wel­le sind of­fen­sicht­lich al­le Ge­set­ze au­ßer Kraft, ja im Ge­gen­teil, wer­den die­se Men­schen noch durch Po­li­ti­ker ani­miert, die­se zu igno­rie­ren und sich völ­lig un­ge­niert ih­ren Weg dort­hin zu bah­nen, wo sie hin­wol­len und sich ein bes­se­res Le­ben er­hof­fen. Es ist er­wie­sen, dass vie­le die­ser Mi­gran­ten zwar vor Krieg ge­flüch­tet sind, aber eben­so ist er- wie­sen, dass ei­ne im­mer grö­ße­re Mas­se an Im­mi­gran­ten die Gunst der St­un­de nützt und sich ani­miert durch Frau Mer­kel und Co auf den Weg nach Eu­ro­pa macht. Vie­le die­ser Men­schen kom­men nicht di­rekt aus Kriegs­ge­bie­ten, son­dern aus Flücht­lings­la­gern in Nach­bar­län­dern.

Auf ih­rer Rei­se durch­que­ren sie (al­len Ge­set­zen zum Trotz) zu­meist un­ge­hin­dert EU-Län­der, of­fen­sicht­lich al­les un­si­che­re Staa­ten? Ist das so wie von man­chen Po­li­ti­kern be­haup­tet und auch schon bei Ab­schie­bungs­ur­tei­len aus­ju­di­ziert (Grie­chen­land, Un­garn), dann fra­ge ich mich, war­um sol­che Län­der in die EU auf­ge­nom­men wur­den oder nicht sank­tio­niert wer­den wie sei­ner­zeit Ös­ter­reich, als ei­ne an­de­re Re­gie­rung als die er­war­te­te ei­ne Ko­ali­ti­on bil­de­te?

Ge­hen Sie als Ös­ter­rei­cher ein­fach un­ge­niert auf der Au­to­bahn oder am Bahn­damm? Ge­set­ze gel­ten of­fen­sicht­lich nur noch für die ein­hei­mi­sche Be­völ­ke­rung. Als Bür­ger die­ses Lan­des füh­le ich mich ver­ra­ten und ver­kauft. Die­se Zu­stän­de wer­den Eu­ro­pa zer­rei­ßen, weil es kein ge­schlos­se­nes und kon­se­quen­tes Vor­ge­hen der schwa­chen eu­ro­päi­schen Po­li­tik da­ge­gen gibt.

Mei­ne Kin­der und En­kel, eben­so wie ih­re Nach­fah­ren, wer­den in ei­nem an­de­ren Eu­ro­pa le­ben, als wir es ge­wohnt sind, ver­ant­wort­lich da­für ist ei­ne völ­lig in­suf­fi­zi­en­te, schwa­che, pseu­do­hu­ma­ne und ab­ge­ho­be­ne Po­li­tik, die den Be­zug zur Be­völ­ke­rung ver­lo­ren hat. Auch hier sei die Ge­schich­te be­müht, al­le gro­ßen Rei­che sind an De­ka­denz zer­bro­chen! Ich er­su­che Sie, sich für Ös­ter­reich und sei­ne Bür­ger ein­zu­set­zen.

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