Was wä­re, wenn Red Bull wirk­lich aus­steigt?

Red Bull droht im Wo­chen­rhyth­mus mit dem Aus­stieg aus der For­mel 1. Oh­ne kon­kur­renz­fä­hi­gen Mo­tor ma­che al­les kei­nen Sinn. Kann man aber von heu­te auf mor­gen die Kö­nigs­klas­se ein­fach so ver­las­sen?

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT - GER­HARD HOFSTÄDTER

War­um greift For­mel-1Boss Ber­nie Eccles­to­ne so we­nig ein?

Vor rund drei Mo­na­ten strahl­te noch die Son­ne vom Him­mel. Der „GP von Ös­ter­reich“in Spiel­berg, auf der ei­ge­nen Renn­stre­cke na­mens Re­dBull-Ring, wur­de ze­le­briert. Man sah im Mo­tor­ho­me nur lä­cheln­de Men­schen. Und selbst Dietrich Ma­te­schitz, der Ober­chef, war je­den Tag gu­ter Lau­ne. Al­les nur Fas­sa­de. Denn im Renn­stall bro­del­te es schon seit Mo­na­ten. Seit der Ein­füh­rung der Hy­brid­tech­nik hat Red Bull je­den Vor­sprung ver­spielt. Man schob die Schuld dem Mo­to­ren­lie­fe­ran­ten Re­nault zu, der Ver­trag mit den Fran­zo­sen wur­de vor­zei­tig auf­ge­löst – und plötz­lich steht Red Bull oh­ne Mo­tor da. Mer­ce­des sag­te ab, Fer­ra­ri zö­gert, Hon­da ist kein The­ma.

Die Rol­le als Edel­kom­par­se spielt Red Bull schlecht. Da­für hat­te das Team in den letz­ten Jah­ren viel zu vie­le Er­fol­ge (acht WM-Ti­tel). So scheint ein Rück­zug gar nicht mehr so un­wahr­schein­lich. Auch wenn vie­le In­si­der dar­an nicht glau­ben. Glau­ben schen­ken muss man aber der Tat­sa­che, dass Red Bull die For­mel 1 nicht braucht, um­ge­kehrt aber schon.

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