„Ich will den Leu­ten­et­was mit­ge­ben“

Tho­mas Mor­gens­tern ist un­ter die Au­to­ren ge­gan­gen und er­klärt, war­um er mit „Über mei­nen Schat­ten“kein Kli­schee er­füllt und was er in Zu­kunft mit sei­nem Le­ben vor­hat.

Kleine Zeitung Steiermark - - | SPORT -

Der Ti­tel Ih­res Bu­ches „Über mei­nen Schat­ten – Ei­ne Rei­se zu mir selbst“ver­spricht ei­nen tie­fen Ein­blick in Ihr See­len­le­ben . . . THO­MAS MOR­GENS­TERN: Ich woll­te nie das Kli­schee à la ,Die Kar­rie­re ist zu En­de, jetzt schrei­ben wir ein­mal ein Buch‘ er­fül­len und ha­be mir ge­sagt: ,Wenn ich et­was schrei­be, dann will ich den Leu­ten et­was auf den Weg mit­ge­ben kön­nen. Et­was, in dem sich der Le­ser wie­der­fin­den kann.‘ Und da­her ist es nun auch ei­ne tief grei­fen­de Ge­schich­te ge­wor­den, in der es um den Um­gang mit Angst, um das Be­schrei­ten an­de­rer We­ge und den Mut zu Neu­em geht.

Wann wur­de die Idee zu die­sem Buch ge­bo­ren? MOR­GENS­TERN: Das hat sich so mit der Zeit ent­wi­ckelt. Ich ha­be ge­se­hen, dass nicht nur ich, son­dern auch die Men­schen im All­ge­mei­nen mit mei­nem Sturz am Kulm und sei­nen Fol­gen vie­le Emo­tio­nen ver­bun­den ha­ben. Das war für mich ein An­stoß.

Was kön­nen Sie noch über den In­halt ver­ra­ten? MOR­GENS­TERN: Das Buch be­ginnt mit mei­nem Auf­wa­chen im Kran­ken­haus nach mei­nem Sturz und führt dann bis zu mei­nem Kar­rie­re­en­de. Da­zwi­schen gibt es im­mer wie­der Rück­bli­cke mit In­hal­ten, die mich wäh­rend mei­ner Lauf­bahn be­wegt ha­ben. Da geht es um das Kämp­fen, über Rück­schlä­ge, über das Ver­trau­en in sich selbst und in an­de­re und was man un­ter dem Strich dar­aus ler- nen kann. Au­ßer­dem wer­den auch ein paar pri­va­te Din­ge klar­ge­stellt.

Das Buch ist ab Sams­tag, dem 25. Sep­tem­ber, in aus­ge­such­ten Buch­hand­lun­gen er­hält­lich. Al­so ex­akt 365 Ta­ge nach Ih­rem Rück­tritt. Ein Zu­fall? MOR­GENS­TERN: Mein Ziel war es, das Buch in die­sem Zei­t­raum fer­tig­zu­stel­len. Au­ßer­dem hat mei­ne Mut­ter an die­sem Tag auch Ge­burts­tag – al­so war es kein Zu­fall.

Vie­les dreht sich nach wie vor um Ih­ren Sturz am Kulm. Ha­ben Sie phy­sisch oder psy­chisch noch ir­gend­wel­che Pro­ble­me? MOR­GENS­TERN: Al­so kör­per­lich geht es mir bes­tens. Und wenn ich ab und zu et­was ver­ges­se, dann sa­ge ich, ich bin auf den Kopf ge­fal­len. Dann ist mir kei­ner bö­se (lacht).

Ha­ben Sie noch Kon­takt zu Ih­ren ehe­ma­li­gen Kol­le­gen? MOR­GENS­TERN: Na­tür­lich. Vor al­lem mit dem Heinz (Heinz Kut­tin, Trai­ner der ös­ter­rei­chi­schen Ski­sprung-Mann­schaft, Anm.) tref­fe ich mich noch öf­ter zum Quat­schen und Golf­spie­len – wir woh­nen ja qua­si ne­ben­ein­an­der. Aber ich war im Som­mer auch zwei Ta­ge beim Trai­nings­la­ger da­bei und bin auch noch Mit­glied in der WhatsApp-Grup­pe der Sprin­ger.

ORF-Kom­men­ta­tor Michael Ro­scher hat Ih­nen beim Schrei­ben des Bu­ches ge­hol­fen. Ha­ben Sie da auch gleich über ei­nen Job als CoKom­men­ta­tor ge­re­det? MOR­GENS­TERN (lacht):

Nein,

der

Ab Sams­tag ist das ers­te Buch von Tho­mas Mor­gens­tern er­hält­lich

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