ORF mit „ei­nem der här­tes­ten Bud­gets“kon­fron­tiert

Das neue Früh­stücks­fern­se­hen wird im An­lauf­jahr 2016 mit min­des­tens sechs Mil­lio­nen Eu­ro bud­ge­tiert.

Kleine Zeitung Steiermark - - | TV & MEDIEN -

S T I F T U N G S R AT WI­EN. Mit „ei­nem der här­tes­ten Bud­gets der ver­gan­ge­nen Jah­re“sei der ORF 2016 kon­fron­tiert, wie ORF-Fi­nanz­chef Richard Grasl am Ran­de des gest­ri­gen Stif­tungs­rats ges­tern er­klär­te. Die be­son­de­ren Be­las­tun­gen wer­den durch das neue Früh­stück-TV „Gu­ten Mor­gen Ös­ter­reich“(Start vor­aus­sicht­lich am 29. März 2016), durch Rück­stel­lun­gen auf­grund der Kla­ge des Zen­tral­be­triebs­rats in Zu­sam­men­hang mit der An­rech­nung von Vor­dienst­zei­ten so­wie steu­er­ge­setz­li­chen Än­de­run­gen ar­gu­men­tiert.

Die sechs Mil­lio­nen Eu­ro Net­to­kos­ten für das drei­stün­di­ge Früh­stücks­fern­se­hen (je­weils Mon­tag bis Frei­tag, wö­chent­lich aus ei­nem an­de­ren Bun­des­land) sind ab­züg­lich der er­war­te­ten Er­lö­se ver­an­schlagt. Wie be­rich­tet, ist da­für ei­ne 30köp­fi­ge Per­so­nal­auf­sto­ckung vor­ge­se­hen, die Mo­de­ra­to­ren wer­den erst ge­cas­tet.

Da es sich da­bei um ei­ne Än­de­rung des Sen­de­sche­mas han­delt, muss­te der Stif­tungs­rat grü­nes Licht da­für ge­ben – was er auch tat. „Ich bin froh, dass wir bei so ei­nem wich­ti­gen Pro­jekt so ei­ne brei­te Zu­stim­mung be­kom­men ha­ben“, er­klär­te Wra­betz nach Sit­zungs­en­de. Ge­sen­det wird „Gu­ten Mor­gen Ös­ter­reich“aus ei­nem mo­bi­len Stu­dio, das täg­lich die Ge­mein­de wech­selt. Bei der Rei­se­rou­te des Trucks will man sich an Groß­er­eig­nis­sen wie Fest­spie­len oder Ski­ren­nen ori­en­tie­ren.

Mit gro­ßer Mehr­heit wur­de zu­dem die An­lei­he in Form ei­ner Pri­vat­plat­zie­rung zur Teil­fi­nan­zie­rung des Stand­ort­pro­jekts im ORF-Zen­trum Kü­nigl­berg (u. a. News­room-Zu­bau) be­schlos­sen.

Me­dien­ta­ge

Bei den zu En­de ge­gan­ge­nen „Ös­ter­rei­chi­schen Me­dien­ta­gen“wur­de mehr­fach ein Schul­ter­schluss hei­mi­scher Me­di­en ge­for­dert – um et­wa ge­mein­sam ge­gen die „Gro­ßen“des Si­li­con Val­ley wie YouTu­be an­zu­tre­ten, wie es Puls 4-Ge­schäfts­füh­rer Mar­kus Brei­ten­ecker aus­drück­te. Grasl wie­der­um hofft, dass man sich von den ewig glei­chen bin­ne­nös­ter­rei­chi­schen Schre­ber­gar­ten­du­el­len weg­be­we­ge.

Ge­ne­ral­di­rek­tor Alex­an­der Wra­betz und Fi­nanz­chef Richard Grasl stell­ten sich ges­tern dem ORFStif­tungs­rat

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