Was Ös­ter­reich will“

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

wünscht. Sei­ne gut be­such­te Pres­se­kon­fe­renz gab Or­bán in der un­ga­ri­schen Bot­schaft im ers­ten Wie­ner Be­zirk. Dort zog er über die „ab­sur­den Na­zi-Ver­glei­che Fay­manns“und des­sen Kri­tik an Un­garns Um­gang mit Flücht­lin­gen her. Er, Or­bán, sei aber trotz­dem be­reit, „all das zu ver­ges­sen“– wenn man das „Fri­end­ly Fi­re“, wie er die Kri­tik aus Ös­ter­reich nennt, sein las­se.

Dass Un­garn die Gren­ze zu Kroa­ti­en mit ei­nem Zaun ab­rie­geln wird, sei für Wi­en in Ord­nung, sag­te Or­bán. Schließ­lich sei dies an­ge­sichts der „Völ­ker­wan­de­rung auch im In­ter­es­se Ös­ter­reichs“. Des­halb fin­de er es auch un­ver­ständ­lich, dass Ös­ter­reich nicht ge­gen die „Flücht­lings­ge­fahr“Maß­nah­men setzt. We­der wol­le man in Wi­en ei­nen Flücht­lings­kor­ri­dor nach Ös­ter­reich noch Zäu­ne – „mir scheint, in Ös­ter­reich wol­len sie gar nichts“, tön­te der Rechts­kon­ser­va­ti­ve. Fay­mann sprach nach dem ein­stün­di­gen Tref­fen von ei­nem nach wie vor vor­han­de­nen „Span­nungs­ver­hält­nis. .

ÖVP ver­hin­dert Tref­fen

Freund­schaft­li­cher dürf­te Or­báns Un­ter­re­dung mit ÖVP-Chef Rein­hold Mit­ter­leh­ner ver­lau­fen sein. Der Vi­ze­kanz­ler äu­ßer­te Ver­ständ­nis für Un­garn. Die Ma­gya­ren sei­en die Ers­ten in der Ket­te und woll­ten nicht al­lei­ne im Re­gen ste­hen. Or­báns ge­plan­tes Tref­fen mit FPÖ-Chef Hein­zChris­ti­an Stra­che ist in­des ge­platzt. Er ha­be auf An­ra­ten sei­ner „Freun­de“dar­auf ver­zich­tet, sag­te Or­bán. Hin­ter hieß es, Druck auf ih­ren Par­tei­freund aus­ge­übt hat­te. „Ich ken­ne al­le ös­ter­rei­chi­schen und in­ter­na­tio­na­len Be­den­ken ge­gen die­se Par­tei, aber das Er­geb­nis der Wahl im Bur­gen­land und die dar­auf­ge­bil­de­te Ko­ali­ti­on zei­gen, dass es sich lohnt auch mit ih­nen zu re­den“, so der Pre­mier.

Vik­tor Or­bán wird von Wer­ner Fay­mann im Kanz­ler­amt emp­fan­gen

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