Bald Sied­lun­gen für Flücht­lin­ge?

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK - M. J UNGWIRTH

Rund 125.000 Flücht­lin­ge dürf­ten seit der Mer­kel’schen Grenz­öff­nung hei­mi­schen Bo­den be­tre­ten ha­ben, nur ein Bruch­teil hat in Ös­ter­reich um Asyl an­ge­sucht. Laut In­nen­mi­nis­te­ri­um wa­ren es in den ers­ten Sep­tem­ber­wo­chen knapp 7000. Zwi­schen sechs und acht Pro­zent blei­ben in Ös­ter­reich, mehr als 90 Pro­zent wol­len wei­ter. Mit gro­ßer Im­pro­vi­sa­ti­ons­kunst ha­ben die Ös­ter­rei­cher bis­her die ge­wal­ti­ge Her­aus­for­de­rung ge­meis­tert. Ein Re­gie­rungs­ver­tre­ter hält al­ler­dings fest: „Oh­ne Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Frei­wil­li­ge wä­re das nie mög­lich ge­we­sen. Die Be­hör­den wä­ren kläg­lich ge­schei­tert.“Sehr lang­sam be­ginnt sich das of­fi­zi­el­le Ös­ter­reich auf die neue Si­tua­ti­on ein­zu­stel­len. So ha­ben die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Ro­tes Kreuz, Ca­ri­tas und an­de­re bis­her kei­nen ein­zi­gen Cent (!) für ih­re Ar­beit, die ei­gent­lich dem Staat zu­kommt, er­hal­ten. Ein Son­der­bud­get wird er­wo­gen. Lang­sam stellt man mit­te­lund lang­fris­ti­ge Über­le­gun­gen an. Über den Win­ter dürf­te we­gen der Käl­te der Strom ab­rei­ßen, 2016 rech­net man mit wei­te­ren 80.000 Flücht­lin­gen im Jahr. „Wir brau­chen Wohn­raum für 160.000 Men­schen“, heißt es. 1956 wur­den ei­ge­ne Un­garnSied­lun­gen er­rich­tet. Sol­che Fra­gen wer­den wohl erst nach der Wahl dis­ku­tiert wer­den.

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