Glau­bens­fra­ge

Kleine Zeitung Steiermark - - | TRIBÜNE - ANDRE­AS LIEB

Ob Ban­ken, Ver­si­che­run­gen, Fast-Food-Ket­ten oder Be­stat­tungs­un­ter­neh­men – al­le möch­ten nichts lie­ber, als in den so­zia­len Me­di­en un­se­re Freun­de sein. Po­li­ti­ker na­tür­lich auch, die ha­ben ja sonst kei­ne und brau­chen das ganz be­son­ders.

Ei­ne Imas-Um­fra­ge er­gab nun, dass sich die Par­tei­stra­te­gen ganz schön an­stren­gen müs­sen, wenn das Kon­zept auch auf­ge­hen soll. Denn die Leu­te sind na­tür­lich nicht blöd. Das fängt da­mit an, das bloß ein Drit­tel al­ler Be­frag­ten über­haupt Face­book nutzt. Von die­ser Grup­pe ist es wie­der bloß ein Drit­tel, das le­sen will, was Po­li­ti­ker und Par­tei­en so al­les von sich ge­ben. Und da­von wie­der­um ist es auch wie­der nur ein knap­pes Drit­tel, das auch glau­ben möch­te, was da steht.

Man braucht kein gro­ßer Ma­the­ma­ti­ker zu sein, um fest­zu­stel­len: Vie­le sind das jetzt nicht gera­de. inen „Shits­torm“, die leicht­hän­dig ge­tipp­te di­gi­ta­le Be­schimp­fungsla­wi­ne als kol­lek­ti­ve Un­muts­äu­ße­rung, fin­den 39 Pro­zent der Face­book-User ge­eig­net, um Po­li­ti­kern die Mei­nung zu gei­gen.

Ein Glück für die­se: Bei so we­nig In­ter­es­se bleibt auch der „Storm“nur ein Lüf­terl.

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