Stei­rer be­trog An­le­ger um Mil­lio­nen

Die Po­li­zei konn­te den 50-Jäh­ri­gen aus­for­schen, er soll aber der­zeit im Aus­land sein.

Kleine Zeitung Steiermark - - | STEIERMARK -

GRAZ. Ge­mein­sam mit ei­nem Ober­ös­ter­rei­cher soll ein Gra­zer (50) seit 2010 gut­gläu­bi­gen In­ves­to­ren rund 2,5 Mil­lio­nen Eu­ro ent­lockt, aber da­mit nicht die ver­spro­che­nen Ge­schäf­te ge­macht ha­ben. Mit zwei Fir­men in Du­bai woll­te er ei­nen Ener­gy­drink ver­mark­ten und ein Gold­ge­schäft auf­zie­hen. Bis auf ein paar 100.000 Eu­ro ha­ben die mehr als 40 Ge­schä­dig­ten aber kein Geld wie­der­ge­se­hen.

Ab 2010 warb der Ver­däch­ti­ge bei In­ves­to­ren um Gel­der und ver­sprach „gu­te Ge­win­ne“, be- rich­tet ein Er­mitt­ler. Et­wa 40 Geld­ge­ber – vor­wie­gend aus der Stei­er­mark, aber auch aus an­de­ren Bun­des­län­dern und Deutsch­land – ver­trau­ten ihm Geld an. Laut Po­li­zei soll es auch noch wei­te­re Ge­schä­dig­te ge­ben, die man aber bis­her noch nicht ken­ne.

Mit den In­ves­ti­tio­nen grün­de­te der 50-Jäh­ri­ge of­fen­bar tat­säch­lich die Fir­men in Du­bai und mie­te­te auch Bü­ros an. Die Ge­win­ne soll­ten nach der Auf­bau­pha­se an sei­ne Kun­den aus­be­zahlt wer­den. 2012 flos­sen tat­säch­lich auch meh­re­re 100.000 Eu­ro an die In­ves­to­ren zu­rück, die aus an­geb­li­chen Gold­ge­schäf­ten stamm­ten. Tat­säch­lich hat­te der Ver­däch­ti­ge aber so gut wie kein Gold mit den in­ves­tier­ten Gel­dern ge­kauft. Die Kun­den be­ka­men prak­tisch ei­nen Teil ih­rer In­ves­ti­tio­nen zu­rück, schil­der­te die Po­li­zei.

Der Rest des Gel­des ist of­fen­bar ver­schwun­den, ste­cke aber laut dem Ver­däch­ti­gen in den Fir­men in Du­bai. Die ent­spre­chen­den Un­ter­la­gen, die das be­wei­sen sol­len, sei­en eben­falls dort. Bei den Ver­neh­mun­gen schob er die Schuld auf an­de­re und sprach von nicht ge­währ­ten Kre­di­ten. Die In­ves­to­ren ha­ben je­den­falls seit 2012 kein Geld mehr aus­ge­schüt­tet be­kom­men, wes­halb An­zei­gen bei der Staats­an­walt­schaft ein­tru­del­ten und den Fall ins Rol­len brach­ten.

Laut Po­li­zei sei­en die Er­mitt­lun­gen vor­erst ab­ge­schlos­sen. Der Akt lie­ge bei der Staats­an­walt­schaft. Der 50-jäh­ri­ge Gra­zer soll sich nach ei­nem an­ony­men Hin­weis der­zeit im Aus­land be­fin­den. Die Po­li­zei ha­be mo­men­tan kei­nen Kon­takt zu ihm.

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