Im see­li­schen Tief

Nur weil man sich schlecht fühlt, hat man noch kei­ne kli­ni­sche De­pres­si­on. Doch an­dau­ern­de see­li­sche Ver­stim­mun­gen kön­nen An­zei­chen für die­se Er­kran­kung sein.

Kleine Zeitung Steiermark - - | VITAL & GESUND -

Fühlt man sich man­chen Si­tua­tio­nen nicht ge­wach­sen oder ist er­schöpft, ist dies nor­mal. Den Be­ginn ei­ner De­pres­si­on kann man dar­an er­ken­nen, dass sich das Ge­fühl ein­stellt, nie wie­der aus dem Tief her­aus­zu­kom­men

Nie­der­ge­schla­gen und lust­los. Ist das schon ei­ne De­pres­si­on? „Nicht al­le psy­chi­schen Ver­stim­mun­gen sind gleich als De­pres­si­on zu be­wer­ten“, er­klärt Alex­an­der Sa­di­lek, Vor­sit­zen­der der stei­ri­schen Psy­cho­the­ra­peu­ten. „Es ist nor­mal, dass je­mand trau­rig oder wü­tend ist, wenn es im Be­ruf nicht läuft, in der Be­zie­hung kri­selt oder ein ge­lieb­ter Mensch stirbt.“

Be­fin­det man sich für ei­nen mehr oder we­ni­ger ab­seh­ba­ren Zei­t­raum in ei­nem sol­chen „Tief“, ist dies noch nicht be­sorg­nis­er­re­gend. „Dau­ert die­ser Zu­stand je­doch über län­ge­re Zeit an und kommt zu­sätz­lich das Ge­fühl hin­zu, kei­nen Aus­weg mehr zu se­hen, kön­nen das An­zei­chen für ei­ne De­pres­si­on sein,“sagt Sa­di­lek.

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