Verjüngungskur fürs Wol­ferl

„Mo­zart!“-Neu­fas­sung am Rai­mund Thea­ter.

Kleine Zeitung Steiermark - - | KULTUR - ANP

MU­SI­CAL WI­EN. 16 Jah­re nach sei­ner Urauf­füh­rung am Thea­ter an der Wi­en wirkt „Mo­zart!“ver­jüngt. Das liegt vor al­lem am „Rock­star des Ro­ko­kos“selbst: Der Mitt­zwan­zi­ger Oe­do Kui­pers, ein ge­bür­ti­ger Nie­der­län­der, hat­te das Pu­bli­kum bei sei­nem Wi­en-De­büt in der Ti­tel­rol­le von An­fang an in der Hand. Wo­bei die Ge­schich­te nie so rich­tig Fahrt auf­neh­men will.

Vom ge­nia­len Kom­po­nis­ten, der sich vom über­für­sorg­li­chen Va­ter los­rei­ßen und als ei­gen­stän­di­ger Künst­ler und Mensch ver­wirk­li­chen will, er­zählt die Ei­gen­pro­duk­ti­on der Ver­ei­nig­ten Büh­nen Wi­en (VBW) von Au­tor Michael Kun­ze und Kom­po­nist Syl­ves­ter Le­vay. Auf­füh­rungs­se­ri­en in sie­ben Län­dern mit fast zwei Mil­lio­nen Be­su­chern hin­ter sich, kehr­te „Mo­zart!“nun – vom eins­ti­gen Lea­ding Team un­ter Re­gis­seur Har­ry Kup­fer ad­ap­tiert – in sei­ne Urauf­füh­rungs­stadt zu­rück.

Da schwebt Ana Mil­va Go­mes (Ba­ro­nin von Wald­stät­ten) als ei­ne Art Schutz­en­gel in himm­li­schem Blau förm­lich durch den Büh­nen­raum, der mit Aus­nah­me ei­ner de­zent ein­ge­setz­ten Dreh­büh­ne sta­tisch bleibt. Auf „De­kor und Spek­ta­kel“, von de­nen Ema­nu­el Schi­ka­neder (Jo­han­nes Glück) im ers­ten Akt singt, hat man näm­lich weit­ge­hend ver­zich­tet. Ab­seits sel­te­ner Farb­tup­fer bleibt „Mo­zart!“düs­ter wie eh und je. Mo­zart! Wi­en, Rai­mund Thea­ter. Täg­lich au­ßer mon­tags. Kar­ten: (0 1) 588 85. www.mu­si­cal­vi­en­na.at

Oe­do Kui­pers als W. A. Mo­zart

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