Al­le, die bei uns in Ös­ter­reich Asyl be­an­tra­gen, im Land blei­ben dür­fen?

Kleine Zeitung Steiermark - - PRO & KONTRA -

Ju­dith Welz (For­schungs­grup­pe Po­li­tics of In­clu­si­on and Ex­clu­si­on, Uni Wi­en) hat die Da­ten bis zu­rück ins Jahr 1995 ana­ly­siert: Die Zahl der Ab­schie­bun­gen geht zu­rück, weil ins­ge­samt im­mer we­ni­ger Flücht­lin­ge die „Fe­s­tung Eu­ro­pa“er­rei­chen. Vie­le wer­den je­doch im Zu­ge des Du­blin-Ver­fah­rens in je­nes EU-Land an Eu­ro­pas Au­ßen­gren­ze über­stellt, in dem sie zum ers­ten Mal ei­nen Asyl­an­trag ge­stellt ha­ben. 2014 gab es 1619 Ab­schie­bun­gen (nur zehn Pro­zent da­von sind ab­ge­lehn­te Asyl­wer­ber), 1327 Du­blin-Über­stel­lun­gen (Asyl­wer­ber) und rund 3000 frei­wil­li­ge Aus­rei­sen. Im Jahr 2013 wur­den 63 Pro­zent je­ner 14.604 Men­schen, de­nen ei­ne Aus­wei­sung droh­te und von de­nen 71 Pro­zent Asyl­wer­ber wa­ren, nicht ab­ge­scho­ben. Die Grün­de: Die Län­der wei­gern sich, die Be­trof­fe­nen auf­zu­neh­men, die Be­trof­fe­nen sind zu krank, um ab­ge­scho­ben zu wer­den, oder sie leis­ten Wi­der­stand.

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