Po­li­zei und Bun­des­heer kei­ne Hand­ha­be ha­ben, wenn sich Flücht­lin­ge Kon­trol­len wi­der­set­zen?

Kleine Zeitung Steiermark - - | PRO & KONTRA -

Recht­lich ist die rechts­wid­ri­ge Ein­rei­se kein Straf-, son­dern ein Ver­wal­tungs­de­likt. Joa­chim Hu­ber von der Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on: „Aus Grün­den der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit und der Men­sch­lich­keit ist ei­ne Ge­walt­an­wen­dung nicht an­ge­mes­sen, hier geht es ja vor al­lem auch um Frau­en, Kin­der, Kran­ke. Von ih­nen geht ja kei­ne Ge­fahr aus.“

Bei den Po­li­zei­kon­trol­len wer­den die Da­ten der Men­schen auf­ge­nom­men. Je­ne oh­ne Schen­gen-Vi­sum wer­den ab­ge­wie­sen oder in Sam­mel­stel­len wei­ter­ge­lei­tet, wenn sie ei­nen Asyl­an­trag stel­len wol­len. Nach Un­garn wird we­gen der dor­ti­gen Ver­hält­nis­se nie­mand zu­rück­ge­schickt. Fin­ger­ab­drü­cke wer­den erst spä­ter, in Zu­sam­men­hang mit dem Asyl­an­trag, ab­ge­nom­men. Schon da­vor ver­schwin­den vie­le der Flücht­lin­ge wie­der aus der Ob­hut und rei­sen selbst­stän­dig wei­ter. An­de­re, die mit den of­fi­zi­el­len Trans­por­ten nach Deutsch­land wei­ter­rei­sen wol­len, wer­den nach Salz­burg oder Pas­sau es­kor­tiert.

Das Bun­des­heer as­sis­tiert der Po­li­zei bei der Über­wa­chung der grü­nen Gren­ze, bei der Ver­sor­gung und beim Wei­ter­trans­port der Flücht­lin­ge. Wenn Sol­da­ten ver­däch­ti­ge Per­so­nen an­hal­ten, wer­den sie der Po­li­zei über­ge­ben. Waf­fen wer­den kei­ne ein­ge­setzt.

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