Flücht­lin­ge Hilfs­gü­ter ab­leh­nen oder ih­nen die­se zu min­der sind?

Kleine Zeitung Steiermark - - PRO & KONTRA -

„Das ge­naue Ge­gen­teil ist der Fall“, sagt Ca­ri­tas-Spre­cher Harald Schmied. Die Flücht­lin­ge ha­ben sehr ge­naue Be­dürf­nis­se wie war­me Ja­cken, Un­ter­wä­sche oder Schu­he und neh­men die Sach­spen­den dank­bar an. Dem ent­ge­gen ste­hen Vi­de­os und Fo­tos, die im In­ter­net kur­sie­ren, auf de­nen zu se­hen ist, wie Flücht­lin­ge Nah­rungs­mit­tel und Klei­dung weg­wer­fen.

Manch­mal ist Un­wis­sen der Grund: Hel­fer am Bahn­hof be­rich­ten, ei­ni­ge hät­ten die Koh­len­säu­re im Mi­ne­ral­was­ser als Zei­chen für schad­haf­tes Was­ser ge­deu­tet und es nicht ge­trun­ken. Im Flücht­lings­la­ger Trais­kir­chen sol­len sich Flücht­lin­ge ge­wei­gert ha­ben, das Was­ser aus der Lei­tung zu trin­ken – weil es in ih­rer Hei­mat nicht mög­lich ist. In Un­garn war das Ab­leh­nen von Es­sen Teil des Pro­tests der Flücht­lin­ge ge­gen die Be­hand­lung durch die Po­li­zei.

Un­ge­bro­chen bleibt die Hilfs­be­reit­schaft der Be­völ­ke­rung. Ca­ri­tas-Spre­cher Schmied: „Wir ha­ben in un­se­ren Car­laLä­den in der Stei­er­mark im letz­ten Mo­nat ei­ne Ver­fünf­fa­chung der Sach­spen­den auf rund 500 Ton­nen ver­zeich­net.“Wei­ter­hin drin­gend be­nö­tigt wer­den Klei­dung, De­cken und Hy­gie­ne­ar­ti­kel. Wei­te­re In­fos: www.ca­ri­tas-stei­er­mark.at.

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