Flücht­lin­ge an den Gren­zen von der Po­li­zei oh­ne Kon­trol­le durch­ge­winkt wer­den?

Kleine Zeitung Steiermark - - PRO & KONTRA -

„Es stimmt ganz und gar nicht, dass wir an der slo­we­ni­schen Gren­ze ir­gend­wen durch­win­ken“, be­tont der stei­ri­sche Vi­ze­Lan­des­po­li­zei­di­rek­tor Man­fred Ko­me­ri­cky. Al­le Flücht­lin­ge wer­den in den „Be­ar­bei­tungs­stra­ßen“hin­ter der Gren­ze kon­trol­liert, die Da­ten je­ner, die kein Schen­gen-Vi­sum ha­ben, wer­den re­gis­triert. Ha­ben sie kei­ne Do­ku­men­te, wer­den sie auch fest­ge­hal­ten, bis die Per­so­na­li­en re­gis­triert sind. Dann wer­den die Fäl­le ab­ge­ar­bei­tet – je nach­dem, ob es sich um Asyl­wer­ber han­delt oder il­le­ga­le Ein­rei­sen­de. Ei­ner­seits.

An­de­rer­seits re­la­ti­viert Ko­me­ri­cky selbst, dass „in al­len Ge­set­zen auch von der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit bei de­ren Durch­set­zung die Re­de ist“. Das heißt, dass bei zu gro­ßem An­drang die Po­li­zei nur stich­pro­ben­ar­tig kon­trol­liert. Vie­le Flücht­lin­ge las­sen sich von den Grenz­kon­trol­len aber oh­ne­hin nicht auf­hal­ten – sie ge­hen ein­fach wei­ter. Die Po­li­zei be­glei­tet sie dann in die Ver­sor­gungs­zen­tren.

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