Ein Mann der „si­che­ren Gren­zen“

Man­fred Haim­buch­ner er­füll­te sich den Traum des blau­en Trau­mas.

Kleine Zeitung Steiermark - - TRIBÜNE - CA­RI­NA KERSCH­BAU­MER

Gut ge­launt ist er be­reits Sonn­tag­mit­tag mit sei­ner Frau zur Wahl ge­gan­gen. Nach der Stimm­ab­ga­be pro­phe­zei­te der 37-jäh­ri­ge Ju­rist und pas­sio­nier­te Jä­ger, was oh­ne­hin be­reits al­le Um­fra­gen vor­aus­sag­ten. Er rech­ne, be­ton­te er, mit ei­nem „ful­mi­nan­ten Er­folg“. Da dürf­te er be­reits ge­wusst ha­ben, dass die­ses Mal nicht ein­tre­ten wird, was der er­fah­ren­de FP-Po­li­ti­ker Wo­chen zu­vor noch fürch­te­te. Da klag­te er, dass die FPÖ be­wusst hin­auf­ge­schrie­ben wer­de, um am Wahl­abend ei­nen Ge­winn als Nie­der­la­ge hin­stel­len zu kön­nen. „Wenn man dann nicht 15, son­dern fünf Pro­zent ge­winnt, ist man Wahl­ver­lie­rer“, hat er sich und Par­tei­mit­glie­der ge­warnt.

Ei­ne War­nung, die un­nö­tig ge­we­sen ist. Haim­buch­ner, der be­reits mit 31 Jah­ren 2009 die FPÖ in die Land­tags­wahl führ­te, kennt die vie­len Ge­sich­ter der FPÖ von Kind­heit an. 24 Jah­re lang war Rülp­ser als Nar­ren­saum der Par­tei be­zeich­ne­te, hat mit sei­nem Slo­gan „Si­che­re Gren­zen, si­che­re Hei­mat“ge­konnt Wäh­ler an­ge­spro­chen. Dass er des­halb Het­ze be­trei­be, hat er eben­so ge­konnt von sich ge­wie­sen. Man kön­ne bei al­ler Tra­gik, mein­te er, die Ver­nunft nicht aus­blen­den. Er sei Po­li­ti­ker, nicht NGO-Mit­ar­bei­ter. Und ein Po­li­ti­ker müs­se sich Ge­dan­ken ma­chen, wie es nach der Erst­ver­sor­gung wei­ter­ge­he und wann die Ge­sell­schaft zu kip­pen be­gin­ne. Es ge­be ein Asyl­recht, aber kein Recht, sich den bes­ten So­zi­al­staat aus­su­chen zu kön­nen.

An­sa­gen, die dem Wohn­bau­Lan­des­rat ein his­to­ri­sches Wah­l­er­geb­nis ge­bracht ha­ben. Die Kri­tik der ÖVP, dass er mit all die­sen An­sa­gen ers­te Rei­he fuß­frei in der Kom­fort­zo­ne sit­ze und zur Lö­sung nichts bei­tra­ge, hat der Fan kur­zer Le­der­ho­sen ele­gant weg­ge­lä­chelt.

Haim­buch­ner kann sich über his­to­ri­sches Er­geb­nis für die FPÖ freu­en

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