US-Po­li­zei er­schoss Schwar­zen im Roll­stuhl

Vi­deo im In­ter­net zeigt den ge­walt­sa­men Tod von Je­re­my McDo­le – und wirft Fra­gen auf.

Kleine Zeitung Steiermark - - INTERNATIONAL -

WILMING­TON. Be­reits am ver­gan­ge­nen Mitt­woch wur­de in den USA er­neut ein schwar­zer Bür­ger von der Po­li­zei ge­tö­tet. In Wilming­ton im US-Bun­des­staat De­la­ware er­schos­sen Po­li­zis­ten am hell­lich­ten Tag ei­nen schwar­zen Roll­stuhl­fah­rer, weil die­ser an­geb­lich be­waff­net war. Nun tauch­te im In­ter­net ein Vi­deo auf, das den Vor­fall do­ku­men­tiert. Dar­in ist der 28-jäh­ri­ge Je­re­my McDo­le in ei­nem Roll­stuhl hin­ter ei­nem par­ken­den Au­to zu se­hen. Es ist nicht zu er­ken­nen, ob der jun­ge Mann ei­ne Waf­fe bei sich trägt. Im Vi­deo wird McDo­le von Be­am­ten mehr­fach auf­ge­for­dert, die Hän­de hoch­zu­neh­men. Als er nicht re­agiert, er­öff­nen die Po­li­zis­ten das Feu­er. Der Mann kippt aus dem Roll­stuhl. Er wur­de auf der Stel­le für tot er­klärt.

Nach An­ga­ben der Be­hör­den war dem Vor­fall ein An­ruf vor­aus­ge­gan­gen. Dar­in wur­de auf ei­nen be­waff­ne­ten Mann in ei­nem Roll­stuhl hin­ge­wie­sen, der sich mög­li­cher­wei­se selbst ver­letzt ha­be. Laut Me­dien­be­rich­ten sag­te der Po­li­zei­chef von Wilming­ton, Bob­by Cum­mings, McDo­le sei ge­tö­tet wor­den, als er sei­ne Waf­fe ha­be zie­hen wol­len. Die Mut­ter des Op­fers, Phyl­lis McDo­le, be­strei­tet die An­ga­ben. „Das Vi­deo zeigt, dass er kei­ne Waf­fe zog. Er hat­te sei­ne Hän­de auf dem Schoss, als sie auf ihn schos­sen.“Der Gou­ver­neur von De­la­ware, Jack Mar­kell, nann­te den Vor­fall „zu­tiefst ver­stö­rend“. Nach ei­ner Sta­tis­tik des „Guar­di­an“wur­den in den USA in die­sem Jahr bis­her 862 Men­schen von Po­li­zei­be­am­ten ge­tö­tet.

Im Vi­deo ist nicht zu se­hen, ob Je­re­my McDo­le ei­ne Waf­fe bei sich hat. Die Po­li­zei er­schoss den Roll­stuhl­fah­rer

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