Ei­ne Stadt als

In Kun­duz war bis 2013 die deut­sche Bun­des­wehr sta­tio­niert. Kun­duz galt als Hoff­nungs­ge­biet für die Zu­kunft Af­gha­nis­tans. Jetzt sind die Ta­li­ban im Vor­marsch und die Be­woh­ner wie­der auf der Flucht.

Kleine Zeitung Steiermark - - | POLITIK - NI­NA KO­REN

A N A LY S E

Wer nicht für uns ist, ist ge­gen uns“: Mit die­sem Schlacht­ruf zog Ge­or­ge Bush 2001, nach den ver­hee­ren­den Ter­ror­an­schlä­gen auf die Zwil­lings­tür­me in New York, in den Krieg ge­gen die Ta­li­ban in Af­gha­nis­tan. Die St­ein­zeit-Is­la­mis­ten, die auf Grund­la­ge der Scha­ria ei­ne Schre­ckens­herr­schaft er­rich­tet hat­ten, zo­gen sich den Zorn des US-Prä­si­den­ten zu, weil sie des­sen Erz­feind, Al-Kai­da-Chef Osa­ma bin La­den, Un­ter­schlupf bo­ten. Bush ver­sprach den Sturz sei­ner Fein­de, das En­de des Ter­rors so­wie der Ta­li­ban. Und den Af­gha­nen stell­te er De­mo­kra­tie, Wohl­stand und Frie­den in Aus­sicht.

Es ist, wie vie­le Bush schon da­mals pro­phe­zei­ten, an­ders ge­kom­men. 2015 ist zwar Osa­ma bin La­den tot, aber in Af­gha­nis­tan

Jetzt kon­trol­lie­ren in Kun­duz wie­der die Ra­di­kal­is­la­mis­ten der Ta­li­ban, wer durch­fah­ren darf

Noch 2013 be­such­te An­ge­la Mer­kel die deut­schen Sol­da­ten in Kun­duz

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