Wi­fo-Chef: Wohl­stand hängt an gu­ter In­te­gra­ti­on

Kon­junk­tur auf der Kriech­spur: Im­puls durch Steu­er­re­form könn­te von kur­zer Dau­er sein.

Kleine Zeitung Steiermark - - WIRTSCHAFT - CLAU­DIA HAA­SE

WI­EN. Die et­was bes­se­re Kon­junk­tur­aus­sicht löst bei hei­mi­schen Wirt­schafts­for­schern kaum Ju­bel aus. Karl Ai­gin­ger, Chef des Wirt­schafts­for­schungs­in­sti­tu­tes Wi­fo, mahnt ei­ne Stra­te­gie ein, um die Ar­beits­lo­sig­keit nicht durch die Flücht­lings­wel­le zu ver­schär­fen. Mi­gra­ti­on sei ein Wachs­tums­fak­tor, „wenn man das gut macht“, so Ai­gin­ger. „Wenn man es schlecht macht, kann man das gan­ze So­zi­al­sys­tem zu­sam­men­hau­en.“

Wi­fo-Ex­per­tin Mar­git Schrat­zen­stal­ler sieht die 400 Mil­lio­nen Eu­ro, die die Re­gie­rung als Kos­ten für die Gr­und­ver­sor­gung ge­nannt hat, als Un­ter­gren­ze. 2016 könn­ten es 200 bis 300 Mil­lio­nen mehr sein. Der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher des In­sti­tuts für Hö­he­re Stu­di­en IHS, Hel­mut Ho­fer, spricht sich für ver­kürz­te Asyl­ver­fah­ren aus. Er warnt: In Deutsch­land se­he man in Asyl­wer­bern künf­ti­ge In­ge­nieu­re, in Ös­ter­reich eher Tel­ler­wä­scher. Für ei­ne Sen­kung der Ar­beits­lo­sig­keit reicht das leich­te Plus beim Wachs­tum den Ex­per­ten zu­fol­ge nicht. In den pro­gnos­ti­zier­ten Zah­len sind die po­ten­zi­el­len Aus­wir­kun­gen durch die Flücht­lin­ge nicht ein­mal be­rück­sich­tigt. Bei­de In­sti­tu­te ge­hen heu­er von 0,7 Pro­zent Wachs­tum aus, für 2016 dank Steu­er­re­form von 1,4 be­zie­hungs­wei­se 1,6 Pro­zent plus. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te se­hen IHS und Wi­fo bei 9,2 Pro­zent.

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