„Mit­tel­al­ter war­nicht die hei­ters­te Zeit“

Andre­as Pro­chas­ka über „Ma­xi­mi­li­an“.

Kleine Zeitung Steiermark - - | TV & MEDIEN - I NTERVIEW: J ULIA SCHAF­FER­HO­FER

Pfer­de, Rit­ter­rüs­tun­gen, Bur­gen: Er­fül­len Sie sich mit „Ma­xi­mi­li­an“ei­nen Bu­ben­traum? ANDRE­AS PRO­CHAS­KA: De­fi­ni­tiv. Zu­letzt ha­ben wir ein klas­si­sches Rit­ter­tur­nier ge­dreht, bei dem das sport­li­che Auf­ein­an­der­tref­fen der zwei Schwert­kämp­fer am En­de ent­gleist. Be­son­ders ist: Wir ar­bei­ten mit zwei­hän­di­gen Schwer­tern, Bi­den­hän­dern, das ist nicht so oft im TV oder Film zu se­hen.

Wie bru­tal wird das Mit­tel­al­ter dar­ge­stellt? PRO­CHAS­KA: Sa­gen wir so: Das Mit­tel­al­ter war nicht un­be­dingt die hei­ters­te Zeit. Es gibt ei­ni­ge Sze­nen, die ich mei­nem zwölf- jäh­ri­gen Sohn nicht zei­gen wol­len wür­de. Wir lau­fen im Haupt­abend­pro­gramm, zu ex­pli­zit kön­nen wir da nicht wer­den. Ich wer­de aber auch die dunk­le Sei­te der Macht zei­gen.

Was reizt Sie denn an der Fi­gur „Ma­xi­mi­li­an“? PRO­CHAS­KA: So, wie wir ihn er­zäh­len, ist Ma­xi­mi­li­an ein jun­ger, wil­der, ver­ant­wor­tungs­lo­ser Kerl, der erst er­wach­sen wer­den muss. Er ist kein Strah­le­mann. Es ist ei­ne „Co­m­ing of Age“-Ge­schich­te ei­nes Mon­ar­chen. Das fin­de ich span­nend. Es wä­re doch lang­wei­lig, wenn er nur lieb und nett und fesch wä­re.

Sein größ­tes Pro­jekt: Re­gis­seur Pro­chas­ka

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