„Dem Mak­ler steht die Pro­vi­si­on nicht zu!“

Kre­dit­ver­mitt­ler for­der­te 1500 Eu­ro, ob­wohl Kre­dit­ge­schäft nicht zu­stan­de kam. Ex­per­te der Ar­bei­ter­kam­mer ver­neint An­spruch auf ei­ne Pro­vi­si­on und bie­tet im Klags­fall Ver­tre­tung an.

Kleine Zeitung Steiermark - - BESSER LEBEN -

Un­se­re Le­ser wol­len ein Haus bau­en und be­nö­ti­gen da­für ei­nen Kre­dit. Ein Mak­ler ver­sprach, die­sen bil­li­ger zu be­schaf­fen als bei ei­ner re­nom­mier­ten Bau­spar­kas­se. Schließ­lich konn­te er das aber nicht und das Ge­schäft platz­te. Den­noch ver­lang­te der Mann von dem Paar 1500 Eu­ro Pro­vi­si­on und droh­te mit Kla­ge.

Wir ba­ten den Kon­su­men­ten­schüt­zer der AK, Pe­ter Je­rov­schek, die For­de­rung zu prü­fen. „Ih­re Le­ser ha­ben aus dem Be­ra­ter­auf­trag nichts zu zah­len!“, er­klär­te der Fi­nanz­ex­per­te. Der Mak­ler hät­te die Mög­lich­keit ge­habt, un­ab­hän­gig von ei­nem Zu­stan­de­kom­men ei­nes Kre­dit­ab­schlus­ses ein Be­ra­tungs­ho­no­rar zu ver­ein­ba­ren, was er aber nicht ge­tan ha­be. Die Kun­den hät­ten sich nur ein­ver­stan­den er­klärt, dass bei Zu­stan­de­kom­men und er­folg­rei­cher Ver­mitt­lung ei­ner Fi­nan­zie­rung durch das Kre­dit­in­sti­tut ei­ne Be­ar­bei­tungs­ge­bühr in der Hö­he von drei Pro­zent des Kre­dit­be­tra­ges ver­rech­net wer­de und dar­aus ei­ne Pro­vi­si­on an den Mak­ler flie­ßen soll­te.

„Das Ri­si­ko trägt der Mak­ler, wenn auf­grund sei­ner Mak­ler­tä­tig­keit kein Ver­trag zu­stan­de kommt“, ist Je­rov­schek über­zeugt, den auch die Klags­dro­hung nicht schreckt. Für die­sen Fall bot er der Fa­mi­lie ei­ne Ver­tre­tung durch die AK an.

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