Mör­de­ri­scher Klas­si­ker

Im Krimi-klas­si­ker „Ar­sen und Spit­zen­häub­chen“gibt es in Deutsch­lands­berg schwar­zen Hu­mor vom Feins­ten.

Kleine Zeitung Steiermark - - KULTUR -

TZ DEUTSCH­LANDS­BERG

Mör­der sind über­all und oft nä­her, als man denkt. Im­mer­hin legt man sich nicht ein­fach in ei­ne Sitz­bank, um zu ster­ben. Dies ist die düs­te­re Essenz des Kult­kri­mis „Ar­sen und Spit­zen­häub­chen. Vor der schwar­zwei­ßen Ku­lis­se ti­gert der ent­setz­te Mor­ti­mer Br­ews­ter (Gerd Wil­fing) in Ca­ry-grant­ma­nier über die Büh­ne. Wie im 1944 er­schie­ne­nen Film von Frank Ca­pra scheint auch er über dem Fa­mi­li­en­wahn­sinn na­he­zu selbst ver­rückt zu wer­den. Hel­den­haft be­hält er sei­nen Ver­stand und den Über­blick über To­te und Le­ben­de. Thors­ten Zer­ha glänzt in sei­ner Rol­le als düs­te­res, schwar­zes Schaf Jo­na­than und bringt des­sen Mie­nen­spiel als skru­pel­lo­ser Fran­ken­stein auf den Punkt. Die Dia­lo­ge der Br­ewster­schwes­tern (ent­zü­ckend: Kath­rin Di­wi­ak, As­trid Mai­er-fer­ra) und die raf­fi­nier­te Si­tua­ti­ons­ko­mik sor­gen für ei­ni­ge La­cher im Pu­bli­kum und ma­chen das Mor­den zur all­täg­li­chen, schlech­ten An­ge­wohn­heit.

Jo­seph Kes­sel­rings Klas­si­ker bringt selbst die noch war­men Lei­chen im Kel­ler ans Licht und hält fest, dass das letz­te Glas Wein im Hau­se Br­ews­ter noch nicht ge­trun­ken ist. Schwar­zer Hu­mor vom Feins­ten. JH Ar­sen und Spit­zen­häub­chen. 12., 13. und 14. Jän­ner (20 Uhr)., TZ Deutsch­lands­berg, Un­te­re Schmied­gas­se 11. Kar­ten und In­fo: Tel. (03462) 69 34

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