Li­te­ra­tur, ganz plas­tisch

Die­ter Sperls ex­pe­ri­men­tel­le Pu­bli­ka­ti­ons­rei­he „flug­schrift“re­agiert ex­zel­lent auf ak­tu­el­le Sprach-wirk­lich­keit.

Kleine Zeitung Steiermark - - KULTUR -

FLUG­SCHRIFT

„flug­schrift“heißt das Pe­ri­odi­kum, wel­ches der Gra­zer Au­tor Die­ter Sperl seit ge­rau­mer Zeit her­aus­gibt. Ei­ne Pu­bli­ka­ti­on „im Grenz­be­reich zwi­schen Li­te­ra­tur, Kunst und Theo­rie“, ein Me­di­um, das mit spie­le­ri­schem Ernst ei­ne „sich stän­dig ver­än­dern­de hy­per­tro­phe Sprach­wirk­lich­keit“ab­bil­den möch­te.

Sech­zehn Aus­ga­ben der li­te­ra­risch-gra­fi­schen Pre­zio­sen in Form ei­nes ge­fal­te­ten Pla­kats lie­gen vor, kon­zi­piert von u. a. An­selm Glück, Ann Cot­ten, Händl Klaus, Frie­de­ri­ke May­rö­cker und Bo­do Hell, Pe­ter Wa­ter­hou­se, Gun­di Fey­rer.

Num­mer 17, ein wei­te­res Kunst­stück in Wort und Bild, wird mit ei­ner 3D-bril­le aus­ge­lie­fert, ge­stal­tet hat sie Wil­helm Hengst­ler, als Er­gän­zung sei­nes jüngs­ten Ro­mans „fluss­ab­wärts, fluss­ab­wärts“(Dro­schl 2015). Das Zen­trum ist ein Dia­log, der von Sprach- und Be­zie­hungs­wirk­lich­kei­ten han­delt und den bei der Prä­sen­ta­ti­on im Li­te­ra­tur­haus Graz Nin­ja Rei­chert und Da­ni­el Dou­je­nis in­ter­pre­tie­ren wer­den. Als „Li­ve­hör­spiel, als vi­sua­li­sier­te Ra­dio­show“, wie der Au­tor sagt. La­ris­sa Zau­ser ge­stal­te­te da­zu Vi­de­os, na­tür­lich in 3D. Bril­len lie­gen auf. WT flug­schrift 17. Prä­sen­ta­ti­on: 10. Jän­ner, 19 Uhr. Li­te­ra­tur­haus Graz, Eli­sa­beth­stra­ße 30.

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