Das halb vol­le Glas

Mehr Ar­beits­lo­se ha­ben Jo­b­an­ge­bo­te ver­wei­gert.

Kleine Zeitung Steiermark - - MEINUNGEN -

Sie ken­nen die Ge­schich­te vom Was­ser­glas, das ein­mal halb voll und ein­mal halb leer ist. Je nach Ge­müts­zu­stand oder ideo­lo­gi­scher Ein­fär­bung des Be­trach­ters. Die Ana­ly­se des Ar­beits­mark­tes kennt ähn­li­che Be­wer­tungs­mus­ter. Des­we­gen zu­nächst Fül­lung für die Leer­lieb­ha­ber: Ös­ter­reich hat ei­ne rie­si­ge An­zahl an Ar­beits­lo­sen und 2016 stieg auch noch die An­zahl an ver­wei­ger­ten Jo­b­an­ge­bo­ten durch Ar­beits­lo­se schmerz­lich. 16.600 Mal woll­ten Per­so­nen „zu­mut­ba­re Jobs“nicht ha­ben, ei­ne Sper­re des Ar­beits­lo­sen­be­zugs war die Fol­ge. So weit, so schlecht.

Nun für die Ge­gen­sei­te: Ös­ter­reichs Ar­beits­markt ist ein hoch­be­weg­li­cher. Be­denkt man, dass 2016 960.000 Per­so­nen min­des­tens ei­nen Tag ar­beits­los wa­ren, re­la­ti­vie­ren sich die Ver­wei­ge­run­gen. nd dann wä­re noch der „Haupt­grund“für die ho­he Ab­sa­gen­an­zahl. Die­ser fin­det sich in der deut­lich ge­stie­ge­nen An­zahl an of­fe­nen Stel­len und den da­mit eben­so ge­stie­ge­nen Ver­mitt­lungs­ver­su­chen des AMS. Und schon ist das Glas vi­el­leicht mehr als halb voll.

Mar­kus Zott­ler

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