Ge­schlechts­spe­zi­fi­ka im Fo­kus der Me­di­zin

Gen­der­me­di­zi­ne­rin Kautz­ky-wil­ler zur „Wis­sen­schaft­le­rin des Jah­res“ge­kürt.

Kleine Zeitung Steiermark - - ÖSTERREICH -

er Klub der Bil­dungs­und Wis­sen­schafts­jour­na­lis­ten hat die Gen­der­me­di­zi­ne­rin Alex­an­dra Kautz­ky-wil­ler zur „Wis­sen­schaft­le­rin des Jah­res 2016“ge­wählt – ei­ne Aus­zeich­nung, mit der vor al­lem die Ver­mitt­lungs­ar­beit von Ös­ter­reichs ers­ter Pro­fes­so­rin für Gen­der­me­di­zin an der Me­di­zin-uni­ver­si­tät Wi­en ge­wür­digt wird. Die In­ter­nis­tin mit Schwer­punkt En­do­kri­no­lo­gie und Stoff­wech­sel en­ga­giert sich seit Jah­ren für ge­schlechts­spe­zi­fi­sche Me­di­zin.

For­schungs­schwer­punk­te sind ne­ben Dia­be­tes und Schwan­ger­schafts­dia­be­tes ganz all­ge­mein die Gen­der­me­di­zin, wo­bei sie hier ei­nen Schwer­punkt auf die Un­ter­su­chung von Gen­de­ras­pek­ten bei Über­ge­wicht, Fett­lei­big­keit, Fett­ge­web­s­hor­mo­nen, Ent­zün­dun­gen und Ge­fäß­er­kran­kun­gen legt.

Laut Kautz­ky-wil­ler sei zwar vie­les, was sich aus me­di­zi­ni­scher Sicht un­ter­schied­lich dar­stellt, „kon­stru­iert“, bio­lo­gi­sche Ver­schie­den­hei­ten sei­en aber in vie­len Or­gan­sys­te­men klar sicht­bar. Selbst wenn Er­kran­kun­gen best­mög­lich ge­schlechts­spe­zi­fisch be­han­delt wür­den und sich der Le­bens­stil von Frau und Mann an­gleicht, wür­den Frau­en im Schnitt ver­mut­lich „ein bis zwei Jah­re“äl­ter wer­den. Der ver­blei­ben­de Un­ter­schied er­klä­re sich bio­lo­gisch. Ge­ehrt: Kautz­ky-wil­ler (54)

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