Pröll lässt das Land sei­ne Pri­vat­stif­tung för­dern

1,35 Mil­lio­nen Eu­ro Steu­er­geld ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in die Er­win-pröll-pri­vat­stif­tung ge­flos­sen.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

ST. PÖL­TEN

Die „Dr. Er­win Pröll Pri­vat­stif­tung“soll das Le­ben, die Kultur und das Mit­ein­an­der von Men­schen im länd­li­chen Raum stär­ken. Die Stif­tung wur­de vor zehn Jah­ren aus An­lass des 60. Ge­burts­tags des nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Lan­des­haupt­manns ins Le­ben ge­ru­fen und mit 150.000 Eu­ro do­tiert: Spen­den von Gäs­ten der Ge­burts­fei­er, wie es da­mals hieß. Seit­her ver­ging kein Jahr, oh­ne dass der Fi­nanz­lan­des­rat För­der­mit­tel für die Stif­tung be­an­tragt und be­wil­ligt be­kom­men hat. 1,35 Mil­lio­nen Eu­ro sind in der Zwi­schen­zeit zu­sam­men­ge­kom­men. War­um er die För­de­rung der pri­va­ten Stif­tung durch öf­fent­li­che Mit­tel be­an­trag­te, woll­te der heu­ti­ge In­nen­mi­nis­ter Wolf­gang So­bot­ka, der zu­vor Prölls Fi­nanz­lan­des­rat ge­we­sen war, nicht be­ant­wor­ten. Auch an sei­ne Nach­fol­ge­rin in St. Pöl­ten, Jo­han­na Miklleit­ner, die seit ih­rem Amts­an­tritt im Vor­jahr auch schon so ei­nen An­trag ge­stellt hat­te, be­ant­wor­te­te die Fra­gen der Wie­ner Stadt­zei­tung „Fal­ter“nicht. ÖVP-CHEF Rein­hold Mit­ter­leh­ner nann­te die Em­pö­rung über die Pri­vat­stif­tung „nicht nach­voll­zieh­bar“, die Be­schlüs­se im Land­tag sei­en „in vol­ler Trans­pa­renz“er­folgt. Der Spre­cher des Rech­nungs­hofs, Chris­ti­an Neu­wirth, deu­te­te in­des­sen an, das Haus wer­de „ge­ge­be­nen­falls die not­wen­di­gen Schlüs­se für sein Prüf­pro­gramm dar­aus zie­hen“. Der Rech­nungs­hof kün­di­ge aber „aus gu­ten Grün­den“nicht an, ob und wen er zu prü­fen be­ab­sich­ti­ge.

Der frü­he­re Rech­nungs­hof­prä­si­dent Franz Fid­ler plä­dier­te im ORF aus­drück­lich für ei­ne Prü­fung der Sa­che durch den Rech­nungs­hof. Öf­fent­li­ches Geld für Stif­tung: Pröll

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.