Hat Pu­tin Trump in der Hand?

In sei­ner ers­ten Pres­se­kon­fe­renz seit Mo­na­ten muss­te der ge­wähl­te Us-prä­si­dent zu bri­san­ten Ge­rüch­ten Stel­lung neh­men.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

von Trump-geg­nern bei den Us-re­pu­bli­ka­nern und spä­ter für das Wahl­kampf­team Hil­la­ry Cl­in­tons ar­bei­te­te. Das Pro­blem: Es wer­den in dem Be­richt kei­ne Qu­el­len ge­nannt. Der Kreml de­men­tiert ent­schie­den, Ma­te­ri­al über Trump ge­sam­melt zu ha­ben. „Das ist voll­kom­men aus­ge­dacht, es ist ei­ne En­te“, sagt ein Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Pu­tin. Trump selbst de­men­tiert auch ent­schie­den. Er ha­be kei­ne ge­schäft­li­chen Be­zie­hun­gen zu Russ­land. Gleich­wohl hiel­ten es die Chefs der vier wich­tigs­ten Us-ge­heim­diens­te nach Us-me­dien­be­rich­ten für not­wen­dig, Trump En­de ver­gan­ge­ner Wo­che über die Exis­tenz des Be­richts in Kennt­nis zu set­zen. Ob das tat­säch­lich ge­sche­hen ist, da­zu möch­te der de­si­gnier­te Prä­si­dent wäh­rend der Pres­se­kon­fe­renz nichts sa­gen. Er um­schifft die­se Fra­gen mit dem Ver­weis dar­auf, dass es sich um ge­hei­me Un­ter­re­dun­gen ge­han­delt ha­be. Aber er schimpft über die In­dis­kre­ti­on in den Ge­heim­diens­ten, de­ren obers­ter Chef Trump nach sei­nem Amts­eid am 20. Ja­nu­ar sein wird. „Es ist ei­ne Schan­de, dass sol­che Sa­chen nach au­ßen ge­lan­gen. „Le­ben wir in Na­zi-deutsch­land?“, hat Trump ein paar St­un­den zu­vor auf Twit­ter ge­schrie­ben. Die On­li­ne-platt­form Buz­zfeed sei „ein Hau­fen Müll“, sagt er wäh­rend ei­ner tur­bu­len­ten Pha­se der Pres­se­kon­fe­renz, in der sich Jour­na­lis­ten und der de­si­gnier­te Prä­si­dent ge­gen­sei­tig ins Wort fal­len. Der Re­por­ter Jim Acos­ta, des­sen Sen­der CNN als ers­tes Me­di­um über den Re­port be­rich­tet hat, darf kei­ne Fra­ge stel­len. „Du bist Fa­ke News“, sagt Trump.

Im­mer­hin räumt der künf­ti­ge Prä­si­dent zum ers­ten Mal ein, wer für die Ha­cker­an­grif­fe im Us-prä­si­dent­schafts­wahl­kampf ver­ant­wort­lich sein könn­te: „Ich den­ke, es war Russ­land.“

In den ver­gan­ge­nen Wo­chen hat Trump ent­spre­chen­de Darstel­lun­gen der Us-ge­heim­diens­te noch in­fra­ge ge­stellt. Er klingt am Mitt­woch auch et­was skep­ti­scher, was das künf­ti­ge Ver­hält­nis des Lan­des mit Russ­land an­geht: „Ich hof­fe, ich kom­me mit Pu­tin klar. Kann aber auch gut sein, dass nicht.“In den ers­ten drei Mo­na­ten nach Trumps Amts­an­tritt soll ei­ne Ex­per­ten­grup­pe ei­ne Ab­wehr­stra­te­gie ent­wi­ckeln, um Cy­ber­at­ta­cken in der Zu­kunft zu ver­hin­dern.

Das Hin und Her um das an­geb­li­che Er­pres­sungs­ma­te­ri­al rückt die rest­li­chen An­kün­di­gun­gen Trumps in den Hin­ter­grund. Er will – wie im Wahl­kampf an­ge­kün­digt – ei­ne Mau­er an der Gren­ze zu Me­xi­ko bau­en. In ei­ner au­ßer­or­dent­li­chen De­mons­tra­ti­on sei­nes Selbst­be­wusst­seins er­klärt Trump: „Ich wer­de der größ­te Ar­beits­platz­be­schaf­fer sein, den Gott je er­schaf­fen hat.“Au­ßer­dem ha­be er ei­nes der bes­ten Ka­bi­net­te zu­sam­men­ge­trag stellt, die es in der Ge­schich­te des Lan­des je­mals gab. Ins De­tail geht Do­nald Trump – wie schon im Wahl­kampf – nicht. Schließ­lich lässt der ge­wähl­te Us-prä­si­dent über ei­ne An­wäl­tin noch an­kün­di­gen, dass er sich aus sei­nem Ge­schäfts­im­pe­ri­um, das welt­weit mehr als 500 Un­ter­neh­men um­fasst, zu­rück­zie­hen wer­de. Sei­ne Söh­ne Eric und Do­nald ju­ni­or sol­len die so­ge­nann­te „Trump Or­ga­niza­t­i­on“lei­ten und dür­fen ih­ren Va­ter bei Bu­si­ness-ent­schei­dun­gen nicht um Rat fra­gen. Trump sei da­zu nach dem Ge­setz gar nicht ver­pflich­tet, ma­che das aber trotz­dem, so die An­wäl­tin.

Am Schluss der Pres­se­kon­fe­renz gibt Va­ter Trump sei­nen

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