Ei­ne win­di­ge An­ge­le­gen­heit

Er­win-pröll-pri­vat­stif­tung wirft vie­le Fra­gen auf.

Kleine Zeitung Steiermark - - MEINUNGEN 13 -

DNie öf­fent­li­chen Gel­der wür­den un­an­ge­tas­tet auf den Kon­ten lie­gen; mitt­ler­wei­le ha­ben sich 1,35 Mil­lio­nen Eu­ro an­ge­sam­melt. Zu­dem wer­de die Stif­tung jähr­lich von ei­nem un­ab­hän­gi­gen Stif­tungs­prü­fer ge­prüft. So­mit ge­be es kei­nen Grund zur Auf­re­gung über die Pri­vat­stif­tung des nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Lan­des­haupt­man­nes Er­win Pröll (ÖVP). Das meint zu­min­dest Prölls Spre­cher.

Man kann das auch völ­lig an­ders se­hen. Wo­zu un­ter­hält ein am­tie­ren­der Lan­des­haupt­mann ei­ne Pri­vat­stif­tung, der Jahr für Jahr au­to­ma­tisch 150.000 Eu­ro Sub­ven­ti­on des von ihm re­gier­ten Lan­des zu­flie­ßen, be­an­tragt je­weils von un­ter­ge­be­nen Lan­des­rä­ten? Wenn der Stif­tungs­zweck – die Ein­rich­tung ei­ner Aka­de­mie für den länd­li­chen Raum – nicht nur ein win­di­ger, son­dern ein wich­ti­ger ist, war­um nimmt sich dann das Land nicht selbst der Sa­che an? ie­der­ös­ter­reich wird von Er­win Pröll nicht nur ab­so­lut re­giert, son­dern ist für den Lan­des­fürs­ten of­fen­bar auch Selbst­be­die­nungs­la­den.

An­to­nia Gös­sin­ger

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