Die of­fe­nen Wun­den der Spi­tä­ler

Pen­sio­nie­rungs­wel­le steht an, Jung­ärz­te zieht es ins Aus­land. „Selbst­be­die­nung“der Pa­ti­en­ten über­for­dert das Sys­tem.

Kleine Zeitung Steiermark - - ÖSTERREICH -

Über­lau­fe­ne Am­bu­lan­zen und stei­gen­der Druck auf die Ärz­te – ei­ne Ur­sa­che für die­se Bau­stel­len im Kran­ken­haus­we­sen sieht May­er in der „Selbst­be­die­nungs­kul­tur“der Pa­ti­en­ten: „Den Pa­ti­en­ten wur­de sug­ge­riert, dass sie sich al­les an me­di­zi­ni­scher Leis­tung zu je­der Zeit ho­len kön­nen. Das hält das Sys­tem aber nicht aus“, sagt May­er. Da­her brau­che es ei­nen Arzt, der Pa­ti­en­ten durch das Sys­tem führt und zu den rich­ti­gen Stel­len schickt – ty­pi­scher­wei­se den Haus­arzt. Ei­ne Mög­lich­keit, den Zustrom in Spi­tals- am­bu­lan­zen ein­zu­däm­men, wä­re für May­er, dass Pa­ti­en­ten nur noch mit Über­wei­sung in Am­bu­lan­zen kom­men kön­nen.

Die Res­sour­cen­knapp­heit zeig­te sich in Wi­en über die Fei­er­ta­ge: Er­schre­ckend vie­le Pa­ti­en­ten wur­den in Bet­ten auf den Gän­gen un­ter­ge­bracht, es gab zu we­ni­ge Bet­ten in Zim­mern. May­er gab zwar zu, dass auch Ärz­te ger­ne über die Fe­ri­ta­ge auf Ur­laub ge­hen, sieht aber ein „Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­sa­gen“als Ur­sa­che: „Die Ärz­te­schaft schließt und schafft kei­ne Bet­ten.“Son­ja Saurug­ger

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