Käl­te lässt Öfen glü­hen: Jetzt fol­gen Schnee und Glatt­eis

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK | 19 -

zu­letzt bis zu fünf­mal so oft wie nor­mal aus­rü­cken müs­sen – meist, um Start­hil­fe zu ge­ben. Die­sel­fah­rern emp­fiehlt Ar­bö­ex­per­te Erich Groiss, jetzt vor­sorg­lich Die­sel­frost­schutz in den Tank zu kip­pen, um das Aus­flocken des Treib­stof­fes bei un­ter mi­nus 10 Grad zu ver­hin­dern. Ein All­zeit­hoch beim Wär­me­ver­brauch ver­zeich­ne­te in den letz­ten Ta­gen auch die Ener­gie Stei­er­mark. Seit Be­ste­hen der Fern­wär­me 1963 wur­de an ei­nem Tag noch nie so viel Wär­me ver­braucht wie ges­tern Früh, als es et­wa in Graz-thal­er­hof mi­nus 17,7 Grad hat­te. Über­haupt dürf­te die­se Wo­che „stei­er­mark­weit die hei­zungs­in­ten­sivs­te der ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­te wer­den“, so Spre­cher Urs Har­nik. Be­zahlt ma­chen wür­den sich da­her je­ne sechs Heiß­was­ser­boi­ler, die für 20 Mil­lio­nen Eu­ro am Fern­wär­me­stütz­punkt in der Gra­zer Puch­stra­ße in­stal­liert wur­den, so Vor­stands­spre­cher Chris­ti­an Pur­rer. Der­zeit sei­en drei bis vier da­von not­wen­dig, um die ak­tu­el­len Spit­zen ab­de­cken zu kön­nen.

Im Dau­er­ein­satz sind auch die Stra­ßen­räum­diens­te der As­fi­nag und des Lan­des. „Wir ha­ben der­zeit – wenn es die La­ge er­for­dert – al­le 220 Fahr­zeu­ge rund um die Uhr im Ein­satz“, er­klärt Ger­hard Für­böck vom Win­ter­dienst des Lan­des. Er bit­tet aber auch um Ver­ständ­nis: „Wir kön­nen nicht auf al­len 5000 Ki­lo­me­ter Lan­des­stra­ßen zu­gleich sein. Auch braucht das Salz bei tie­fen Tem­pe­ra­tu­ren län­ger, bis es wirkt.“Die Salz­vor­rä­te sei­en auch für ei­nen „Tur­bo-win­ter“groß ge­nug. Auf ei­nen lan­gen, kal­ten Win­ter dürf­ten sich die Stei­rer so lang­sam ein­stel­len, meint Zamgme­teo­ro­lo­ge Al­bert Su­dy. Zwar kön­nen die Tem­pe­ra­tu­ren heu­te und mor­gen kurz­fris­tig ins Plus dre­hen, doch die Lang­zeit­pro­gno­se zeigt bis En­de Jän­ner un­wie ter­durch­schnitt­li­che Tem­pe­ra­tu­ren. Vor al­lem für heu­te sei ei­ne Glatt­eis­war­nung an­ge­bracht, so Su­dy. „Weil es zwi­schen­zeit­lich reg­nen kann. Und wenn der Re­gen auf den ge­fro­re­nen Bo­den trifft, ist die Glatt­eis­ge­fahr be­son­ders hoch.“Schon im Lau­fe des Frei­tag rauscht die nächs­te Käl­te­wel­le an, „die am Sonn­tag schon wie­der mi­nus 15 Grad brin­gen kann“.

Erst­mals in die­sem Win­ter könn­te ab Frei­tag der Sü­den der Stei­er­mark mehr Schnee ab­be­kom­men, so Su­dy. „Aber das hängt noch stark da­von ab, ob das Obe­r­ita­li­en­tief in die Stei­er­mark her­ein­dreht oder Rich­tung Slowenien zieht.“Doch selbst wenn es in den nächs­ten Ta­gen noch nicht so weit sein soll­te: „In der nächs­ten Wo­che ste­hen die Vor­zei­chen für or­dent­lich Neu­schnee gut.“Denn es mi­sche sich kal­te Luft aus Nor­den und Os­ten mit feuch­ter Luft aus dem Mit­tel­meer­raum. Die idea­len Zu­ta­ten für Schnee im Sü­den.

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