„Ex-frau kalt­blü­tig exe­ku­tiert“

53-Jäh­ri­ge wur­de in Kals­dorf er­schos­sen: Ihr Ex-mann, der die Schüs­se ab­feu­er­te, kann sich beim Pro­zess an nichts er­in­nern.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK -

rauf­hin ein­fach die Tü­re ein. „Dann klet­ter­te er durch das Loch und lief in das Schlaf­zim­mer, wo sich das Op­fer in ei­nem Kas­ten ver­steckt hat­te. Er schoss aus nur 30 cm Ent­fer­nung. Sechs Ku­geln tra­fen die Frau. Töd­lich. Es war ei­ne Exe­ku­ti­on“, so Wa­gner.

sechs Mi­nu­ten nach den Schüs­sen wur­de der 53-Jäh­ri­ge am Tat­ort, apa­thisch vor dem Fern­se­her sit­zend, fest­ge­nom­men. Es be­stand Ver­dacht auf ei­ne Me­di­ka­men­ten­ver­gif­tung. „Trotz des Me­di­ka­men­ten­cock­tails war er zu­rech­nungs­fä­hig, sein Er­in­ne­rungs­ver­mö­gen war Dem wi­der­spricht Gun­ther Le­dol­ter, An­walt des Be­schul­dig­ten: „Die Be­schrei­bung ei­nes bö­sen Men­schen, wie sie die Staats­an­walt­schaft lie­fert, trifft so nicht zu. Die Zeu­gen wer­den heu­te noch be­le­gen, dass er ein lie­be­vol­ler Opa, ein hilfs­be­rei­ter Mensch ist. Er ist kein kalt­blü­ti­ger Kil­ler.“Und: Es sei kein ge­ziel­tes Ver­bre­chen ge­we­sen, sein Man­dant sei zum Tat­zeit­punkt un­zu­rech­nungs­fä­hig ge­we­sen, was auch ein Pri­vat­gut­ach­ten un­ter­maue­re.

Der An­ge­klag­te selbst be­kennt sich zwar schul­dig, gibt aber lei­se und ste­reo­typ an, sich we­der an die Tat in Kals­dorf noch an den Waf­fen­kauf in Bos­ni­en er­in­nern zu kön­nen. Mehrnur

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