„Ich pos­te doch nichts mit ei­nem Recht­schreib­feh­ler“

Wah­l­er­geb­nis ei­ner Ge­mein­de wur­de St­un­den vor dem all­ge­mei­nen Wahl­schluss auf Face­book ge­pos­tet. „Es war ein Irr­tum.“

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK - Chris­ti­an.penz@klei­ne­zei­tung.at

Es war die ers­te von meh­re­ren ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­prä­si­den­ten­wah­len im Vor­jahr. Noch be­vor Ru­dolf Hund­stor­fer, Andre­as Khol, Richard Lug­ner und Co. am 24. April (um 17 Uhr) of­fi­zi­ell aus dem Ren­nen um die Nr. 1 im Staa­te wa­ren, ver­öf­fent­lich­te das Mit­glied ei­ner Wahl­be­hör­de ei­ner Gu-ge­mein­de um 14.31 Uhr be­reits das Ge­mein­de­er­geb­nis auf Face­book. „Als Mit­glied der Wahl­be­hör­de ist man Be­am­ter. Und die Ver­öf­fent­li­chung ei­nes Wah­l­er­geb­nis­ses vor dem Chris­ti­an Penz Von Fall zu Fall Wahl­schluss ist das Ver­ge­hen der Ver­let­zung des Amts­ge­heim­nis­ses“, er­klär­te die Staats­an­wäl­tin ges­tern am Gra­zer Straf­lan­des­ge­richt.

Der An­ge­klag­te ver­si­cher­te Rich­ter Chris­toph Lich­ten­berg, dass al­les nur ein Miss­ge­schick ge­we­sen sei: „Wahl­schluss war bei uns um 12 Uhr, um 13 Uhr war die Zäh­lung ab­ge­schlos­sen. Am Abend be­kom­men die Par­tei­en im­mer zur Kon­trol­le die Ge­mein­de­er­geb­nis­se, des­halb mach­te ich ei­ne Nie­der­schrift und fo­to­gra­fier­te die­se.“

„War­um pos­ten Sie aber das Er­geb­nis?“, frag­te der Rich­ter. – „Ich woll­te ei­gent­lich das Fo­to der Wahl­kom­mis­si­on hoch­la­den. Wir sa­ßen schon im Gast­haus, ich pos­te­te das Bild, dann kam schon das Es­sen. Al­so kon­trol­lier­te ich es nicht.“Au­ßer­ös­ter­reich­wei­ten

Fdem: „Ich pos­te doch nichts mit Recht­schreib­feh­lern“– „Kohl“statt Khol war auf der Nie­der­schrift zu le­sen ge­we­sen. ür die Staats­an­wäl­tin ist das „nur ei­ne Schutz­be­haup­tung“, das Bild sei be­wusst ge­pos­tet wor­den. Der Rich­ter ent­schied zu­guns­ten des An­ge­klag­ten: „Ich hal­te es für nach­voll­zieh­bar, dass man et­was pos­tet, was man nicht will. Das kann am klei­nen Smart­pho­ne­dis­play schon pas­sie­ren.“Da­für gibt’s vom Frei­ge­spro­che­nen wohl „Dau­men hoch“.

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