Hil­fe hat ih­re Gren­zen

Die Feu­er­wehr will nicht mehr für je­de Ba­ga­tel­le ge­ru­fen wer­den. Für den Ein­satz an der Gren­ze war­tet man noch auf Geld.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK | 19 -

ren zu­rück, was auch an der ge­rin­ge­ren Zahl der Na­tur­ka­ta­stro­phen lag. Den­noch kla­gen die Feu­er­weh­ren zu­neh­mend über An­for­de­run­gen, die ei­gent­lich nicht mehr dem ge­setz­li­chen Auf­trag ent­sprä­chen. „Wir wol­len hel­fen, aber nicht miss­braucht wer­den“, spricht der Lan­des­brand­di­rek­tor die­se Ba­ga­tell­ein­sät­ze an. Vie­le Men­schen wür­den die Feu­er­wehr als Or­ga­ni­sa­ti­on se­hen, die für je­des klei­ne Weh­weh­chen da ist. Als Bei­spiel nennt Kern ei­nen ge­ra­de mal ei­nen Zen­ti­me­ter un­ter Was­ser ste­hen­den Kel­ler. „Da­mit wird auch Ka­pa­zi­tät für die klas­si­schen Ein­sät­ze ge­bun­den.“Man wol­le künf­tig die Be­völ­ke­rung mehr für Ei­gen­in­itia­ti­ve sen­si­bi­li­sie­ren. Ein Her­zens­an­lie­gen ist dem stei­ri­schen Feu­er­wehr­chef ja seit je­her die Ka­ta­stro­phen­hil­fe, in der die Feu­er­weh­ren in den letz­ten Jah­ren gro­ße Ka­pa­zi­tä­ten auf­bau­ten. Die­se wür­den je­doch durch bü­ro­kra­ti­sche Hür­den und zu vie­le Ent­schei­dungs­ebe­nen ge­bremst. Er wün­sche sich nicht nur ei­ne Har­mo­ni­sie­rung der je­wei­li­gen Ge­set­ze in den Bun­des­län­dern, son­dern auch mehr Fle­xi­bi­li­tät. „Im Prin­zip dür­fen wir un­se­re Ein­hei­ten erst dann im grö­ße­ren Ma­ße ein­set­zen, wenn die Ka­ta­stro­phe fest­ge­stellt ist“, so Kern. Dies al­les kön­ne be­schleu­nigt wer­den, wenn Auf­trä­ge schnel­ler er­teilt wer­den wür­den und da­bei nicht bis zu drei Ver­wal­tungs­ebe­nen in­vol­viert wä­ren.

Vom Brand­ein­satz bis hin zur Ka­ta­stro­phen­hil­fe im Obst­gar­ten: 2016 for­der­te die Feu­er­weh­ren voll. Rechts: Al­bert Kern FF HÖRMSDORF, FF PE­TERS­DORF, LFV/FRANZ FINK

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