So­zia­le Me­di­en nicht mehr für Aso­zia­le

Kleine Zeitung Steiermark - - TRIBÜNE -

In Deutsch­land mel­de­te ei­ne ein­schlä­gig zu­or­den­ba­re In­ter­net­sei­te, der Chef­re­dak­teur ei­nes Fern­seh­sen­ders sei zu­rück­ge­tre­ten, weil er kei­ne fal­schen Mel­dun­gen mehr ver­brei­ten wol­le. Nun, der Chef­re­dak­teur ist noch im­mer Chef­re­dak­teur, aber die be­wusst fal­sche Mel­dung geis­tert noch im­mer durch so­zia­le Me­di­en und wird eif­rig kom­men­tiert.

Die deut­sche Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on ei­nig­te sich jetzt und will schär­fer ge­gen Fal­sch­mel­dun­gen und Has­skom­men­ta­re in so­zia­len Me­di­en vor­ge­hen und da­zu auch mit An­dro­hung emp­find­li­cher Geld­stra­fen die Be­trei­ber die­ser Platt­for­men in die Pflicht neh­men.

Ein kla­rer Licht­blick, der Ös­ter­reich zur Nach­ah­mung ein­lädt. Denn für je­ne, die un­ter dem fei­gen Deck­man­tel der Wahr­heit mit fet­ten Lü­gen an­de­re ver­un­glimp­fen, dür­fen ge­ra­de in so­zia­len Me­di­en kei­ne Sand­kis­te für ihr aso­zia­les Tun fin­den.

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