Oft ver­hei­ße­ne Re­form

Die Ver­wal­tungs­re­form als Fi­nan­zie­rungs­wun­der.

Kleine Zeitung Steiermark - - MEINUNGEN 11 -

DSas Vo­ka­bu­lar ös­ter­rei­chi­scher Po­li­ti­ker ent­hält ein Wort, das im­mer fällt, wenn et­was fi­nan­ziert wer­den muss. „Ver­wal­tungs­re­form“heißt die­ser Zau­ber­be­griff, der auch zur Un­ter­füt­te­rung des Zu­kunfts­pla­nes von Kanz­ler Chris­ti­an Kern her­hal­ten muss. Und zwar rech­nen die So­zi­al­de­mo­kra­ten, ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro mit ei­ner Ver­wal­tungs­und Fö­de­ra­lis­mus­re­form lo­cker­ma­chen zu kön­nen. Frei­lich, wur­de die­se Sum­me schon ein­mal aus­ge­ge­ben, für die Steu­er­re­form 2016. 1,1 Mil­li­ar­den Eu­ro aus der Ver­wal­tungs­re­form soll­ten die Ent­las­tung der Steu­er­zah­ler mit­fi­nan­zie­ren. Von tat­säch­li­chen Re­for­men hör­te man nichts mehr. Was ei­nen kei­nes­wegs wun­dern kann. chließ­lich gab es von 1991 bis 1994 mit Jür­gen Weiss so­gar ei­nen Mi­nis­ter für Fö­de­ra­lis­mus und Ver­wal­tungs­re­form. Mit ei­nem der­art gro­ßen Er­folg, dass der Rech­nungs­hof ve­he­ment Ver­wal­tungs­re­for­men ein­for­dert. Wohl kei­ne Bank wür­de auf das Ver­spre­chen ei­ner Ver­wal­tungs­re­form hin ei­nen Cent ge­ben.

Chris­ti­an We­ni­ger

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