Wie­der­se­hen nach 18 Jah­ren

Ka­miyah Mo­bley wur­de als Ba­by 1998 von ei­ner Un­be­kann­ten aus Spi­tal ent­führt. Nach 18 Jah­ren wur­de sie nun ge­fun­den.

Kleine Zeitung Steiermark - - INTERNATIONAL -

Er zählt zu den spek­ta­ku­lärs­ten Ent­füh­rungs­fäl­len der USA, nach 18 Jah­ren ist er nun auf­ge­klärt. Ge­kid­nappt wur­de ein Ba­by, nur acht St­un­den nach sei­ner Ge­burt. Jetzt wur­de die jun­ge Frau ge­sund auf­ge­fun­den – sie wuss­te von nichts.

In der Ge­frier­tru­he von Sha­n­a­ra Mo­bley sta­peln sich klei­ne Papp­tel­ler, auf de­nen klei­ne Ku­chen­stü­cke mit Alu­fo­lie ein­ge­wi­ckelt sind. Je­des Jahr hat die Frau aus Jack­son­vil­le (Us-bun­des­staat Flo­ri­da) ei­nen Ge­burts­tags­ku­chen für ih­re Toch­ter Ka­miyah ge­ba­cken, je­des Jahr am 10. Ju­li hat sie ein Stück ab­ge­schnit­ten und ein­ge­fro­ren. Jetzt, 18 Jah­re spä­ter, hat die Po­li­zei die jun­ge Frau ge­fun­den, in Wal­ter­bo­ro (South Ca­ro­li­na), wo sie un­ter ei­nem an­de­ren Na­men mit ih­rer Kid­nap­pe­rin Glo­ria Wil­li­ams (51) lebt. „Wir ha­ben ei­ne Rei­he von Tipps be­kom­men“, be­schrieb She­riff Mi­ke Wil­li­ams die un­spek­ta­ku­lä­ren letz­ten Schrit­te ei­ner auf­se­hen­er­re­gen­den Er­mitt­lung. Die Be­hör­den hat­ten seit 1998 gut 2500 Fähr­ten ver­folgt. Ein schnel­ler Dna-ab­gleich, dann herrsch­te Ge­wiss­heit. „Es ist ein Fall, wie wir ihn in die­sem Land lan­ge Zeit nicht ge­se­hen ha­ben“, sagt der Po­li­zei­chef.

Acht St­un­den nach Ka­miyahs Ge­burt war die nun ver­haf­te­te Wil­li­ams, ver­klei­det als Kran­ken­schwes­ter, mit dem Ba­by auf dem Arm aus der Kli­nik ge­schli­chen. Die Groß­mut­ter war der Frau noch auf dem Flur be­geg­net. „Ich hat­te Ver­dacht ge­schöpft, weil sie ei­ne Hand­ta­sche um­hat­te“. Doch da war es schon zu spät. Po­li­zei­hub­schrau­ber kreis­ten über der Kli­nik, je­der ein­zel­ne Raum des Spi­tals wur­de durch­kämmt. Selbst, als ei­ne Be­loh­nung in Hö­he von 250.000 Dol­lar aus­ge­setzt wur­de, blie­ben Tä­te­rin und Op­fer ver­schwun­den. Va­ter Craig Ai­ken war be­reits wäh­rend der Ge­burt we­gen ei­nes Dro­gen­de­lik­tes in Haft. Er ko­ope­rier­te mit der Po­li­zei, um die Chan­cen auf das Auf­fin­den sei­nes Kin­des zu ver­bes­sern. Da­mit gab er aber auch zu: Er

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