Flo­cken und Flos­keln

Kleine Zeitung Steiermark - - TRIBÜNE -

Die Wet­ter­mess­ge­rä­te-bran­che müss­te ei­gent­lich für 2017 fer­tig ge­ar­bei­tet ha­ben. Jetzt, wo an­dau­ernd ir­gend­wo nicht bruch­si­che­re „Ther­mo­me­ter fal­len“wie die Flo­cken vom Him­mel. Die Käl­te treibt aber noch ganz an­de­re Stil­blü­ten; von Mo­de­por­ta­len, der Wer­be­bran­che bis zu Wet­ter­diens­ten ha­ben sich akut al­le auf „kal­te Tem­pe­ra­tu­ren“ein­ge­schwo­ren. Sor­ry, ihr Frie­ren­den – Tem­pe­ra­tu­ren kön­nen, auch wenn sie sich un­ver­fro­ren grim­mig oder ko­chend heiß an­füh- len, we­der kalt noch warm sein. Sie ha­ben nur ei­nen Wert – und der liegt nied­ri­ger oder hö­her. Klit­ze­klei­ner Win­ter­wunsch: ei­nen Phra­sen­schnee­berg schau­feln und die flo­cki­gen Flos­keln dort für al­le Zeit „auf Eis le­gen“. Dann bleibt mehr Zeit, sich der eis­kal­ten Poe­sie der Wet­ter­nach­rich­ten zu wid­men. Bei­spiel: „Kei­nes­falls ans Ab­spe­cken denkt der­zeit der Win­ter. Er bleibt uns in vol­ler Lei­bes­fül­le er­hal­ten“, war im ORF letz­tens zu hö­ren. Da freut sich die Schnee­kö­ni­gin. Ju­lia Schaf­fer­ho­fer

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